Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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IV. Geschichte -er Jahre 1812 und 1813.

1. Napoleon's Vorbereitungen zum russischen Kriege.

(§he die französische und die russische Armee sich in Bewegungsetzten, war auf der einen Seite Napoleon genöthigt, sich durchein abschreckendes Beispiel gegen die Verrätherei seiner höchstenBeamten zu schützen, und auf der anderen Seite ließ Alexandersich durch Einflüsterungen verleiten, einige seiner tüchtigsten Geschäfts-männer als Franzosen-Freunde zu verfolgen. Napoleon wußte, daßder russische Unterhändler Tschernitschew, welcher oft nach Parisgekommen war, sich jedes Mal durch Geld Mittheilungen aus denMinisterien des Krieges und der auswärtigen Angelegenheiten zuverschaffen gewußt habe. Auch im Februar 1812 hatte dieser ver-schlagene Kundschafter durch Bestechungen den ganzen Plan desFeldzuges, sowie alle an die Ober-Generale erlassenen Befehle, alleAnordnungen wegen der Märsche und alle Armee-Listen erhalten.Dies erfuhr Napoleon erst nach Tschernitschew's Abreise, als es zuspät war, neue Anordnungen zu treffen. Er wußte recht gut, daßso wichtige Papiere dem russischen Unterhändler nur von Beamtendes höchsten Ranges mitgetheilt worden sein konnten; allein diesezur Rechenschaft zu ziehen und zu bestrafen, war nicht möglich, ohnezugleich dem Ansehen seiner Regierung bedeutenden Eintrag zu thun.Er ließ deshalb mehrere Unterbeamte des Kriegs-Ministeriumsverhaften, sowie einen derselben, Michel, zum Tode verurtheilen undhinrichten. Zu ebenderselben Zeit, als dies in Paris geschah, ver-bannte Kaiser Alexander den um die Sammlung der russischen