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Geschichte der neueren Zeit.
nöthig, und Wcllington's Bruder, Lord Wellesley, wurde mitderselben beauftragt; dieser fand aber wegen seines überlegenenTalentes bei der Torp-Partei, zu welcher seine Familie gehörte,allzu großen Widerstand. Da nun auch die Whigs mit den bis-herigen Ministern nichts zu thun haben wollten, so ward am 9. Juniein Ministerium unter Lord Liverpool's Vorsitz gebildet, dessenMitglieder jedem Fortschritte feindlich waren, und die Misbräuchedes hohen Klerus, sowie alle aristokratischen Vorur'theile in Schutznahmen. Bei diesem Ministerium hatte Lord Bentinck großen Ein-fluß, während Liverpool zugleich Wellesley's Feind war, und deshalbauch dem Bruder desselben nicht die nöthige Unterstützung gewährte,um den spanischen Krieg mit Einem Schlage endigen zu können.
Die von Bentinck nach Spanien gesandten sechstausend Mannlandeten im Juni 1812 an der spanischen Küste; sie konnten abernichts Bedeutendes ausrichten, weil sie nicht nur schwach an Zahl,sondern auch aus allerlei Volk zusammengesetzt und deshalb bloshalb zuverlässig waren. Auch hatte Bentinck ihrem Anführer,Maitland, allzusehr die Hände gebunden. Doch retteten sie dasvon den Franzosen bedrohte Alicante, und trugen außerdem dazubei, daß Süchet zu der Zeit, als sich in der Mitte Spanien's einzahlreiches französisches Heer gegen Wellington sammelte, im Südenzurück gehalten wurde. Wellington war nach seinem Siege beiSalamanca am 12. August in Madrid eingezogen (s. S. 245).Unmittelbar darauf sah er sich jedoch zur Rückkehr nach Portugalgenöthigt. Er hatte sich nämlich von Madrid gegen das feste Schloßvon Burgos gewendet, und vor diesem hielt ihn General Dübreton,trotz der geringen Zahl der Besatzungstruppen und trotz der schlechtenBefestigungswerke, so lange auf, bis Clausel's und Souham'sArmeeen gegen Burgos heranzogen, und zugleich Soult, nachAufhebung der Belagerung von Cadir, sich mit Joseph's Armeevereinigt hatte. Wellington mußte sich hierauf, um nicht von Por-tugal abgeschnitten zu werden, schnell nach Ciudad Rodrigo zurück-ziehen. Er wurde von den Franzosen lebhaft verfolgt, erreichte aberMitte November ohne bedeutenden Verlust sein Ziel, und nahmwieder die Stellung ein, die er vor der Schlacht bei Salamancainne gehabt hatte.