Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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Spanien in den Jahren 1812 und 1813.

Während des Winters ruhten sowohl im Inneren, als im WestenSpanien's die Waffen. Im Osten wurde zwar das stcilianisch-englische Heer durch englische und spanische Truppen verstärkt;zwischen den Anführern dieser Truppen herrschte aber Mistrauenund Eifersucht. Auch waren die englischen Generale, welche LordBentinck immer wieder abrief und durch andere ersetzte, ebensowenig, als die spanischen Generale und ihre Banden, dem dortigenAnführer der Franzosen, dem Marschall Süchet, gewachsen. Erstals am Anfange des Jahres 1813 Napoleon die meisten alten Sol-daten, Offnere und Generale (zehntausend Mann) aus Spanienzu sich rief, um aus ihnen den Kern eines neuen Heeres für dendeutschen Krieg zu bilden, gerieth Süchet in einige Verlegenheit,und verlor im kleinen Kriege viele Leute. Im Februar wollte LordBentinck selbst nach Spanien hinüber gehen; die Königin MarieKaroline machte ihm aber durch ihre Kabalen so viel zu schaffen,daß er Sicilien damals noch nicht verlassen konnte. Er schickte des-halb statt seiner den General Sir John Murray, band ihmaber die Hände so sehr, daß derselbe weder rasch noch entschiedenhandeln konnte. In Sicilien hatte nämlich die Königin ihren Ge-mahl bewogen, im Januar 1813 plötzlich nach Palermo zurück-zukehren, um unter dem Vorwande, daß seine Gesundheit wieder-hergestellt sei, die Regierung wieder zu übernehmen, und dann mitBeseitigung der neuen Constitution ein monarchisches Regimenteinzurichten. Bentinck zog jedoch rasch Truppen in Palermo zusam-men, und der König verließ hierauf erschreckt die Hauptstadt, nach-dem er seinen Sohn aufs neue zum stellvertretenden Herrschereingesetzt hatte. Bentinck ließ nachher die Königin gleich einer Ge-fangenen scharf beobachten, weil er sehr wohl wußte, daß sie nichtaufhören werde, das Volk aufzuhetzen und, auf die Geistlichkeit ge-stützt, seiner angemaßten despotischen Herrschaft entgegenzuarbeiten.

Unterdessen hatte Wellington alle möglichen Vorbereitungenfür einen erfolgreichen Krieg im Jahre 1813 gemacht. Er selbstwar sowohl nach Cadir, als nach Lissabon gereist, um an beidenOrten neue Anstrengungen hervorzurufen. In Cadir bestand nochimmer Zwietracht unter den Corteö. Die Demokraten, die sich selbstLiberale und ihre Gegner Servile nannten, haderten unausgesetztmit diesen. Sie hatten bewirkt, daß am 19. März 1812 eine