Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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V. Uebersicht der Ereignisse vom Eindringen derAlliirten in Frankreich an bis zu Napoleonszweitem Sturze.

1. Verhältniß Napoleon's zu den Franzosen vor demWiederbeginne des Krieges.

9?ach dem unglücklichen Ausgange des Feldzuges von 1813 er-kannte Napoleon, daß er nur durch die Wiederbelebung der nationa-len Begeisterung, welche 1793 Frankreich gerettet hatte, sich und seinReich werde erhalten können. Er kam daher auf den Gedanken,nicht nur eine neue Heeresmacht von mehr als einer halben MillionStreitern zu errichten, sondern auch vermittelst der Repräsentantendes Volkes einen Aufstand in Masse hervorzurufen. Als er jedoch :zur Ausführung schritt, zeigte sich, daß die Repräsentanten desVolkes nicht gesonnen seien, sich ferner als Werkzeuge gebrauchen ^

zu lassen, und daß er auch derjenigen Klasse, welche bis dahin seine j

Stütze gewesen war, nicht mehr trauen dürfe. Auf der einen Seite I

zeigte sich nämlich ^etzt, wo er zum zweiten Male als Besiegter zu- !

rückkehrte, ein großer Widerwillen gegen sein diktatorisches Walten, ^

und die Republikaner im Volke wie im Heere wagten es, laut von !

den Rechten des Volkes zu reden. Auf der anderen Seite aber er- !

hoben auch die alten Royalisten das Haupt, und begannen für dieWiedereinsetzung der Bourbons zu conspiriren.

Noch ehe Napoleon nach Paris zurückgekehrt war, hatte der Senatam 9. Oktober 1813 eine Aushebung von zweimalhundertachtzig-tausend Mann^decretiren müssen, und zwar sollte etwas mehr als