Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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Frankreich. Krieg von 1814. 889

rung Alerander's gegen Repnier und trotz des Vertrages von Chau-mont, damals noch immer Frieden haben schließen können, wenn ersich zu Opfern verstanden hätte. Er hegte aber, gerade als Cau-laincourt ihm am 3. März dringende Vorstellungen machte, dieHoffnung, den nach Laon zurückweichenden Blücher vernichten zukönnen, und ließ deshalb auch noch im letzten günstigen Augenblickeseinen Bevollmächtigten in! Chatillon ohne entscheidende Antwort, ob-gleich die Alliirten damals schon den 10. März als letzten Termingesetzt hatten. Als dieser Tag gekommen war, half sich Caulaincourtdamit, daß er sich, ohne dazu bevollmächtigt zu sein, bereit erklärte,eine entscheidende Antwort zu geben. Dies hatte zur Folge, daß derKongreß noch einige Tage über die festgesetzte Zeit hinaus fortbe-stehen blieb. Am 15. März legte aber Caulaincourt dem Kongreßaußer unbedingten Zugeständnissen auch Forderungen vor, durchwelche jene gewissermaßen wieder aufgehoben wurden. Der Kon-greß löste sich daher, nachdem zum Behufe einer Gegenerklärungund der Abfassung des Protokolles noch zwei Sitzungen gehaltenworden waren, am 19. März auf.

3. Weiterer Gang des Krieges bis zum Einzüge derVerbündeten in Paris.

Als der Kongreß von Chatillon aus einander ging, war zwar,in Folge der Schlachten bei Craonne und Laon, das Hauptheer derVerbündeten wieder bis Provins, zwei Tagereisen von Paris, vor-gerückt; Napoleon hatte aber am 17. März, mit Zurücklassung vonMarmont und Mortier, den Weg über Epernay nach der Aube hineingeschlagen, um das feindliche Hauptheer dadurch, daß er es vonder Seite her angriff, zur Umkehr zu nöthigen. Die Nachricht vondiesem Marsche des Kaisers setzte den Fürsten Schwarzenbergso sehr in Schrecken, daß er sich sogleich entschloß, aufs neue zurück-zuweichen. Kaiser Alexander verhinderte jedoch die Ausführung diesesEntschlusses, und setzte im Kriegsrathe durch, daß der früher gefaßtePlan, zugleich mit dem Blücher'schen Heer auf Paris los zu ziehen,aufrecht erhalten wurde. In Folge davon mußte sich Napoleon,um seinen Zweck zu erreichen, den Übergang über die Aube zu sichernsuchen. Er griff also am 20. März einen Theil des Schwarzen-