Band 
[Achtzehnter und neunzehnter Band.]
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Frankreich. Ende des Krieges von 1814. ^0?

wählung übertragen werde. Die Majorität des Senats war fürihn gewonnen, und faßte den Beschluß, durch eine Deputation diealliirten Mächte um die Erhaltung des Königreiches Italien und umdie Anerkennung Eugen's als Beherrschers desselben zu bitten. Esgab jedoch auch in Mailand eine auf die Herstellung der alten Zu-stände bedachte östreichische Partei und diese benutzte den dort herr-schenden Franzosen-Haß, um auf gewaltsame Weise alles Neue überden Haufen zu werfen. Von dieser Partei aufgehetzt, erhob sich am20. April der Pöbel der Stadt, verjagte die französisch gesinntenSenatoren, und ließ auf gräuliche Weise seine Wuth an ihnen undihren Partei-Genossen aus. Da zu gleicher Zeit auch in den ita-liänischen Regimentern Bewegungen ausbrachen, so sah sich Eugengenöthigt, Italien zu verlassen. General Bellegarde rückte am28. April in Mailand ein, besetzte auch die übrigen Städte, und er-klärte am 23. Mai, daß er im Namen seines Kaisers von dem bis-herigen italiänischen Reiche Besitz ergreife. Auf Metternich's Betriebbestätigte nachher der Wiener Kongreß die Unterwerfung der Lom-bardei und des Venetianischen unter Östreichs Kaiser. Eugen begabsich zu seinem Schwiegervater.

Im südlichen Frankreich, wo Augereau von Lyon auscommandirte und Marchand das Departement Montblanc oderdas Land Savoyen vertheidigte, hatte der Krieg während der Mo-nate Januar und Februar keine Entscheidung herbeigeführt. In derMitte des März wurden aber die Truppen der Alliirten bedeutendverstärkt, und nun mußte sich Augereau nach Vienne, Marchand nachGrenoble zurückziehen. Im April machten die Pariser Vorgängeauch in jenen Gegenden dem Kriege ein Ende.

In Spanien hatte sich Soult, nach dem Falle von Sän Se-bastian und Pampeluna, auf die Vertheidigung der französischenGrenze beschränken müssen. Dagegen behauptete sich Süchet, auchnachdem er Valencia aufgegeben hatte, in Aragonien und Cataloniengegen die anglo-sicilianische Armee und gegen ein spanisches Heerunter Copons. In Frankreich einzufallen, war Wellington an-fangs nicht Willens, besonders weil er ebensowohl mit der elendenportugiesischen Regierung, als auch mit den spanischen Cortes undihrer Regentschaft fortwährend Händel hatte. Mit der Ersterenward Wellington leicht fertig; denn da die Engländer in Portugal