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Apauien. Ferdinand VII. im Zahl 1814.
Deputirte verhaftet worden. Unmittelbar darauf wurden alle bishe-rigen Ämter-Besetzungen cassirt, überall Servile als Beamte einge-setzt, über jeden aufgeklärten Mann Untersuchung, Folterung undVerbannung verhängt, Listen von Geächteten und Verdächtigen an-gefertigt, die Inquisition und der Jesuiten-Orden wiederhergestelltu. dgl. m. Mit Frankreich verständigte sich Ferdinand während derMonate Juni und Juli über seinen Beitritt zur Pariser Friedens-Acte. Dieser erfolgte am 20. Juli.
Holland wurde dem Prinzen Wilhelm VI. von Oranien,welcher englischer Schützling und Verwandter des Königs von Preu-ßen war, als Königreich übergeben. Mit diesem neuen Königreicheward auch Belgien vereinigt, obgleich die Bewohner beider Ländernicht nur ihren gewohnten Verwaltungsformen nach, sondern auchin Sitte, Sprache und Religion so sehr von einander verschiedensind, daß sie unmöglich auf die Dauer mit einander verbundenbleiben konnten. Östreich hatte nämlich, da es in Italien mächtigzu werden wünschte, seine belgischen Provinzen den Engländern preis-gegeben, und diese brachten dadurch, daß sie Belgien mit Hollandvereinigten, den Handel beider Länder unter die Leitung eines spe-culirenden Schützlinges ihrer Aristokratie. Alexander und FriedrichWilhelm reisten nachher von Paris nach London, um Alles, wasdieses neu geschaffene Königreich der Niederlande betraf, inOrdnung zu bringen.
Dänemark hatte versäumt, sich zu rechter Zeit von Napoleonzu trennen und ward dafür mit dem Verluste von Norwegen be-straft. Es mußte dieses Land an Schweden abtreten und sich dafürmit dem Besitze von Schwedisch-Pommern begnügen, welches nach-her gegen das Herzogthum Lauenburg an Hannover und dannwieder von diesem gegen Ost-Friesland an Preußen überlassenwurde. Die Abtretung Norwegen's war den Dänen schon im KielerFrieden (s. S. 355) auferlegt worden. Sie zogen aber die Aus-führung dieser Vertragsbestimmung in die Länge, und schickten, umdieselbe ganz abzuwenden, den Vetter und muthmaßlichen Nachfolgerihres Königs Friedrich VI., den Prinzen Christian, nach Norwegen,wo dieser sich früher als Statthalter sehr beliebt gemacht hatte. Auchin Norwegen wollte die Mehrzahl des Volkes von der Vereinigungmit Schweden nichts wissen. Nachdem daher Prinz Christian sich