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[Fünfter Band. H - K.]
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Hagel.

dem Argumente, dafs wir im entgegengesetzten Falle keinewärmere Luftschichten in gröfseren Höhen haben könnten, de-ren Existenz unmöglich geleugnet werden kann. Hiernach er-scheinen daher auch diese beiden angegebenen Bedingungen alsunzulässiff zur Erklärung des vorliegenden Problems. AuchBellaxi 1 leitet die Kälte, welche die Bedingung der Hagel-bildung ist, von einer starken Expansion der Luft ab, alleindiese soll nach ihm eine Folge der Elektricität seyn, ohne dafs

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jedoch zugleich angegeben wird , auf welche Weise diese Ur-sache jene Wirkung herbeifiihren könne.

26. Der scharfsinnige L. v. Buch 2 3 stellt eine Hypotheseauf, welche in ihren Hauptelementen Folgendes besagt. DerHagel entsteht dadurch, dafs über stark von der Sonne beschie-nenen und daher sehr erhitzten Gegenden starke Strömungenvon Luft und Dampf bis zu beträchtlichen Höhen aufsteigen,aus denen Wassertropfen niedergeschlagen werden, welche beimFallen so viel mehr verdunsten, je mehr sie aufsteigenden Luft-strömungen begegnen, wodurch sie sehr erkalten, gefrierenund dann im F’allen durch die Aufnahme des Wasserdunstes derWolken vergröfsert werden. In dieser Ansicht liegt gewits vielWahres, weswegen ihr auch Schüblek 3 beitritt; indefs schei-nen mir gegen die so grofse erkältende Wirkung der aufsteigen-den, als warm und feucht so eben angenommenen Luftschichtenaus den oben mitüetheilten Gründen bedeutende Zweifel her-vorzugehen. Indem es nun gewifs höchst schwierig ist, diesesProblem völlig befriedigend zu erklären, so erlaube ich mirfolgende Hypothese darüber mitzutheilen, welche im Wesent-lichen auch schon von Fraxklix 4 5 und Cotte® aufgestellt ist.

27. Zuvörderst sind die im Frühjahre so häufigen Grau-pelschauer durchaus nicht schwer zu erklären, indels bereitetihre Erklärung diejenige vor, welche sich von der eigentlichenHagelbildung geben läfst. Sie finden nämlich am häufigstendann statt, wenn der Erdboden noch die Winterkälte hat, aberdurch die Strahlen der höher emporl^ommendenSonne obertläch-

1 Brugnatelli Giorn. T. X. p. 359.

2 Denkschr. der Berl. Ges. d. Wiss. Jahrg. 1818. S. 73.

3 Schweigg. Journ. N. F. XIV. 229.

4 Manch. Mem. II. 357.

5 Journ. gänär. de France. 1788. Nr. 95.'