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[Fünfter Band. H - K.]
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Heber,

wärt» mit der engen und hohen Röhre III versehen, welche zurBequemlichkeit des Eingiefsens oben bei H einen Trichter hat.Ueber den Rand FD des Gefäßes wird eine Thierblase gebun-den und Wasser in den Trichter H gegossen , bis die untereMündung des Rohres unter dem Wasserspiegel im Gefäfse ist,weswegen dasselbe zweckmäfsiger nahe über dem Boden desGefäfses anzubringen , letzteres selbst aber etwas niedriger zuverfertigen wäre, als in der Zeichnung angegeben ist und mei-stens geschieht. Ist das Gefäfs luftdicht durch die Blase ver-schlossen , so drückt die comprimirte Luft gegen die letztere,und treibt sie in gewölbter Gestalt empor, widrigenfalls ge-schieht dieses durch das allmälig höher steigende Wasser. Nachhydrostatischen Gesetzen würde eine das cylindrische Gefäfs beiF D schneidende geometrische Ebene durch den nach obenstattfindenden Druck der Flüssigkeit einen Wassercylinder FELDzu tragen vermögend seyn, \md wenn dieser nicht vorhandenist, so nnifs die Thierblase von unten her einen Druck erleiden,welcher dem Gewichte eines solchen Cylinders gleich ist. Mankann daher mit einem geringen Gewichte Wassers in der RöhreHl einen sehr grofsen Druck gegen die Fläche FD erzeugen.Bei dem Heber, dessen sich Wolf 1 bediente, war die Röhre11 Lin. weit, und 250 Lin. höher als das Gefäfs, so dafs siealso 1,5 Ff. Wasser fafste, das Gefäfs dagegen hatte 48 Lin. imDurchmesser, und konnte daher mit 30 Pf. belastet werden.Ueberhaupt verhalten sich die Gewichte gleich hoher Cylinderwie die Quadrate ihrer Durchmesser, und wenn daher das Ver-hältnifs der Durchmesser bei der Röhre und dem Gefäfse = 1:10 ist, so wird die Blass das hundertfache Gewicht des Was-sers in der Röhre zu tragen vermögen. Den Namen anatomi-scher Heber, hat Wolf diesem Apparate gegeben, weil durchden starken und überall gleichförmigen Druck der Luft oder desWassers alle Häute und Gefäfse der Blase so aus einander tretrie-

ö

ben werden, dafs man sie weit bequemer, als auf sonstige Wei-se von einander trennen, und die Structur der häutigen Theilewahrnehmen kann. Ob derselbe übrigens zu anatomischenZwecken geeignet und dazu schon benutzt sey, kann ich nichtbestimmen.

M.

1 Nützliche Versuche Th, I. Cap. S. $. 58.