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[Fünfter Band. H - K.]
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Of en h eiz u u g.

Porzellan nur zum Ueberzuge eiserner Oefen, Sn welchem Fallesie zwar dauerhaft und gut, aber auch sehr kostbar sind. DieVorzüge der thönernen Oefen bestehen darin, dafs sie die obenerwähnte starke Strahlung der eisernen vermeiden; ihreWärme-leitunsz verhält sich nämlich zu der des Eisens nach Despketz 1

ö

wie 11,4 zu 374,3 und aufserdem sind ihre Wände 6 bis imhöchsten Falle 30 mal so dick als bei den eisernen, worausdieses mehr als genügend erklärlich wird. Hierzu kommt dann,dafs Menschen, Zeuge und Sachen, welche mit ihrer Oberflächein Berührung kommen, weniger leicht verbrannt werden, dafsman an ihnen die mannigfaltigsten geschmackvollen Formen undschöne Farben anbringen kann , und aufserdem pflegen sie sel-ten den unangenehmen Geruch der eisernen Oefen zu verbrei-ten , wenn sie erst durch mehrmaliges starkes Heizen gehörigausgetrocknet und die etwa in ihrer Masse enthaltenen organi-schen Stoffe zerstört sind. Endlich halten die thönernen Oe-fen die Wärme ungleich länger an sich, als die eisernen, undsind daher weit mehr geeignet, den steten Wärmeverlust derZimmer ohne Unterbrechung wieder zu erneuern und somit eineangenehmere, mehr gleichmäfsige Temperatur zu erhalten. DieUrsache hiervon liegt theils in der gröfseren Wärmecapacität desThones, theils in der ungleich gröfseren Masse der ans demselbenverfertigten Oefen, Die specifische Wärme des gebrannten Tho-nes wird nämlich durch Kirwax = 19"), des Eisens durchCkawfokd = 127 gesetzt, und nach J. T. Mayer’s Formelberechnet 2 * * * * 7 ist ihr Verhältnil’s = 209 t 158, so dafs man sie naheals doppelt so grofs annehmen kann, und wird dann die Masseeines Kachelofens dreimal so grofs angenommen, so nimmt der-selbe sechsmal so viele Wärme auf, als ein eiserner, welche erdann dem allmälig erkaltenden Zimmer wieder mittheilt. Man-

1 Ami. Ch. P. XXXVI. 422.

2 Boec&mas» Vers, über Wärmeleitung u. s. w. S, 113. Wag eh- _siAsK a. a. 0. S. 15 giebt das Verhältnifs — 4:1 an. Da aber dieVersuche nicht angegeben sind, wodurch diese Bestimmung aufgefuu-

den ist, und sie von den älteren und dem Ilesultate der Rechnung

zu sehr abweicht, so kanu ich ihr ohne nähere Prüfung nicht beitre-

ten. Aufserdem wird die spec. Wärmecapacität nach der Masse be-

stimmt , und da das spec. Gew. des Thons etwa ^ 2 des Eisens =

7 ist, so mufs für das Volumen beider uoch das Verhältnifs 1:8,5in Rechnung genommen werden.

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