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[Fünfter Band. H - K.]
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Heizung,

dafs sie die Wärme stark ausstrahlen lassen und deswegen inihrer Nähe unangenehm afiiciren, auch verbreitet das Eisen,wenn sie sehr stark geheizt werden, theils an sich, theils durch,den leicht in ihnen verbrennenden Rufs einen übelen Geruch,endlich nehmen sie sehr schnell eine grelle Hitze an und gebendiese in kurzer Zeit wieder ab, so dafs sie also bald erkaltenund eine oft wiederholte Erneuerung des Feuers, eine sorgfäl-tigere Wartung, ein häufigeres Nachlegen erfordern. Berück-sichtigt man dagegen aber, dafs sie die Zimmer ungleich schnel-ler erwärmen, bei grol’ser Kälte die Hitze bedeutend weiter zutreiben vermögen, als thönerne von gleicher Gröfse, dafs dassogenannte Nachhalten der Wärme in fest gebaueten Zimmernweniger erforderlich ist und zum Theil durch die erwärmtenWände selbst geschieht, in minder dichten aber wegen steterErkaltung auch eine ununterbrochene Erneuerung der 'Wärmeerfordert wird, dafs dicke thönerne Oefen zu ihrer Erwärmungeine längere Zeit bedürfen, während welcher ein grofser Theilder Hitze in die Schornsteine entweicht, und dafs endlich dieeisernen Oefen die dauerhaftesten sind , nach langem Gebraucheaber von ihrem Metallwertlie nicht sehr viel verloren haben , sokann ihnen im Ganzen der gröfsere Vorzug nicht abgesprochenwerden.

16. Der thönernen Oefen giebt es sehr verschiedene Ar-ten. Die schlechtesten unter ihnen werden aus gebrannten Stei-nen aufgemauert und mit Lehm überstrichen , müssen daher dickund unförmlich seyn, wenn sie gehörige Haltbarkeit haben sol-len. Man kann indefs über einen eisernen Heizkasten aus ganzgewöhnlichen gebrannten Steinen einen Ofen von beliebigerForm aulführen, mit Lehm oder Töpferthon überziehen, mit"Wasserfarbe marmoriren oder auf sonstige Weise anstreichen,und auf diese Art mit wenigen Kosten einen verhältnilsmäfsi»hinlänglich eleganten Ofen erhalten. Die gewöhnlichen thö-nernen Oefen sind von Fayance und aus einzelnen Stücken, densogenannten Kacheln, zusammengesetzt, weswegen sie auch Ka-chelöfen genannt werden. Diese Kacheln können mehr oderminder kostbar seyn, und bis zu achtem Porzellan gesteigertwerden, in welchem Falle sie sich indefs nur für diel’rachtzim-mer der Paläste eignen. Die Kachelöfen insgesammt haben derDauerhaftigkeit wegen eine eiserne Bodenplatte, zuweilen eineneisernen lleizkasten und zuweilen dient die Fayance oder das