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[Fünfter Band. H - K.]
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Ofen h.e i z u n g.

welches Material und welche Form man für die Oefen wählt.Die Erfahrung, wie zahlreiche Beispiele sie auch aufstellenkönnte, giebt fast gar keine genaue Auskunft, denn die Oefenwerden meistens nach blofsem Cutdünken von den Empirikerngewählt, und wenn ein solcher dann mehr oder weniger alsdas Verlangte leistet, so liegt die Ursache hiervon in vielen Fäl-len nicht sowohl an der Gröfse des Ofens , als vielmehr an an-dern unbeachteten Bedingungen. Obgleich also völlig scharfeBestimmungen hierüber nicht erwartet werden können, so hoffeich doch durch die nachfolgenden Betrachtungen mindestens ei-nen Weg aufzufinden, um genäherte zu erhalten.

Bei der Heizung eines Zimmers macht es einen grofsen Un-terschied , ob die Luft in demselben und seine Wände, Fensterund Thiiren vollständig erkaltet sind , oder ob sie noch einenTheil der früheren Erwärmung beibehalten haben , ,so dafs da-her nur der zwischen den abwechselnden Heizungen erlitteneund der fortdauernd durch Ableitung stattfindende Verlust er-setzt werden müssen. Für gewöhnliche Wohnzimmer findetin der Regel das Letztere statt, indefs wird es gut seyn , auchdas Erstere zu berücksichtigen. Nehmen wir also als Norm einZimmer von der in Nr. U. beschriebenen Gröfse, und setzen ingenähertem Werthe fest, dafs die \^ände nur bis etwa zur Hälfteihrer Dicke, wenn sie massiv sind, die zur Einschliefsung derZimmerwärme erforderliche Temperatur annehmen müssen, wo-durch die Berechnung dann auch für die Wände der nicht mas-siven Zimmer pafst, berücksichtigen wir ferner, dafs ein sol-ches Zimmer in 24 Stunden niemals vollständig erkaltet gefun-den wird, mithin auch die Wärme während dieser Zeit dieWandungen nicht gänzlich zu durchdringen vermag, dafs esaber endlich etwa einer Stunde Zeit bedarf, um ein solchesZimmer gehörig zu erwärmen, eine Temperaturdifferenz von25° 0. angenommen, so erhalten wir folgende Gröfsen. Dasangenommene Zimmer hat 1433 Quad. F. Wandlläche, Deckenund Fufsboden mit eingeschlossen, welche zu 1 F. Dicke ange-nommen eben so viele Cub. F. betragen, und da Fufsböden undDecken selten diese Dicke haben, so können die Thüren undFenster füglich vernachlässigt werden. Es wird ferner von derWahrheit nicht sehr abweichen, wenn wir das spec. Gewichtdieser Substanzen gegen Wasser = 2 annehmen, und die spe-cifische Wärmecapacität, obgleich etwas geringer, derjenigen