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an ihnen drei gleiche Facetten; er nahm daher an, dals solchein der Luft schwebende Eisprismen das Phänomen der llöfehervorbrächten, und fand mit Recht in dem Halbmesser dieserHöfe eine Bestätigung dieser Meinung, indem er zeigte, dafses auch unter den verschiedenen Stellungen des gegen den Son-nenstrahl senkrechten Prisma’s nur eine gebe, bei welcher dieparallel einfallenden Strahlen auch wieder parallel ausfallen,oder wo die Zerstreuung derselben so wenig betrage , dals dieseStrahlen als wirksame Strahlen anzusehen sind. Da nun diesewirksamen Strahlen bei dem Durchgänge durch ein Eisprismaoder Wasserprisma gerade so gebrochen werden, dafs sie mitdem ungebrochenen Sonnenstrahle einen Winkel von beinahe23° machen , welches dem so oft beobachteten Halbmesser desersten Ringes fast genau gleich ist, so schliefst er sehr richtig,dafs man hierin eine Erklärung der Erscheinung dieses Rin-ges finde.
Eben diesen Gedanken, dafs die Brechung in dreiseitigenEisnadeln die Höfe und Nebensonnen hervorbringe, hat Ven-tuki vollständiger ausgeführt, und einen grofsen Theil der Er-scheinungen daraus sehr glücklich erklärt 1 . Auf seine Theoriekomme ich nachher zurück.
Fraunhofer. hat 2 , ohne, wie es scheint, Ve.vtüri’s Ar-beit zu kennen, ebenfalls den Gedanken, dafs Eisprismen diesePhänomene hervorbringen könnten , verfolgt und seine Anwend-barkeit gezeigt. Er bleibt aber nicht mit der Einfachheit undGleichmäfsigkeit bei diesen Trismen stehen, wie Vestuiu , son-dern, während er den ersten Ring oder Hof um die Sonne ganzso, wie Ventuiii erklärt, leitet er für den grofsen durch dieSonne gehenden Horizontalkreis die Erklärung aus der Beugungdes Lichtes her. Wenn man, sagt er, eine Glastafel mit nichtzu weichem Fette so bestreicht, dafs man immer nach dersel-ben Richtung streicht, so erhält man auf dem Glase ziemlichgenau parallele, mit Fett bedeckte Linien , zwischen denen dasGlas frei von Fett ist; diese Linien sind in ungleichen Entfer-nungen von einander und zeigen daher, beim Durchlässen desLichtes die Phänomene, die sich bei Gittern deren Zwischeu-
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1 Commentarj sopra la storia e le teorie dell’ ottica. Tom. I.Bologna. 1814.
2 Schumacher's astronom. Abh. 8 Ilft. S. 73 ,