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Hydraulik.
daher gewils, dafs auch hier Einbaue von Nutzen sind, obgleichihre grofse Kostbarkeit die Anlagen schwierig macht, und die Vor-aussicht eines nie endenden Kampfes mit dem stürmischen Meereniederschlagend seyn würde, wenn nicht die Ueberzeugung,dafs nur durch solche Mittel das Land gesichert werden kann,eine dringende Aufforderung zur Fortführung dieses Kampfesenthielte.
Angenehmer ist der Zweck des Wasserbaues da, wo manAnwachs zu bewirken, oder den schon freiwillig entstehendenzu befördern Holfnung hat. Es ist sehr bekannt, dafs die frucht-baren Marschländer an der Nordsee ehemals durch Niederschlageiner fetten Erde aus dem Meereswasser entstanden sind 1 . DieUrsachen, welche ehemals hier gewirkt haben, dauern nichtüberall noch eben so günstig wirkend fort, sondern an sehr vie-len Orten ist eben dieses ehemals angeschlämmte Land einemstarken Abbruche unterworfen, so dafs es scheint, dafs ehemalsdie Gew'alt der Ströme den Wellenschlag kräftiger zurückgehal-ten habe , oder mit andern Worten, dafs unter den einanderentgegen wirkenden Ursachen ehemals die eine mächtiger War,jetzt die andere. Die Ströme nämlich, wo sie sich ins Meer er-giefsen, geben eine Veranlassung zum Anwachs, indem die vonihnen fortgeführten trüben Theile sich hier zu Boden senken,wo die Gewalt des Stromes gänzlich aufhört; aber dieser leichtwieder aufzuregende Niederschlag hat an den stürmischen Mee-reswogen einen nie ruhenden Feind, und die frühem sehr aus-gedehnten Anschlämmungen konnten entweder nur durch eineminder stürmische Zeit begünstigt, oder durch vorliegende In-seln geschützt entstehen , oder vielleicht dadurch, dafs ein vielweiter zurückgehender ('unser jetziges Land mit umfassender)flacher Abhang den Angriff der Wellen schwächte. Es giebtnoch jetzt Stellen, zum Beispiel am Ausflusse der Weser, wodas See - Ufer in völligem Beharrungsstande ist, und wo dieweit ausgedehnte Abflächung des Bodens vom grünen Ufer angerade diejenige ist, welche den Wellen keinen zureichendenAngriff gestattet, um nachtheilig zu werden, wo aber doch auchder bei stillen Fluthen zu Boden gesunkene Schlamm und Sandin stürmischen Winterfluthen wieder verloren geht. An diesenStellen liefse sich allenfalls ein Anwuchs erzwingen, aber ex
1 Vergl. Geologie Th. IV. S. 1322.