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Hydraulik.
fsigen Beobachtung entstanden sind, doch deuten hei diesen dieungleichartigen Erdschichten auf ein nicht so gleichförmiges Auf-wachsen , wie wir es jetzt beobachten. An Stellen, wo derRuhestand des Wassers nicht grofs genug ist, um so von selbstAnwachs zu bewirken, kann man durch lange Einbaue diesenRuhestand bewirken und dadurch selbst einen starken Abbruchin langsamen Anwachs verwandeln.
Diese Bemerkungen bezogen sich auf die am Ufer der Seeentstehenden neuen Länder, deren jährlich gewonnene Flächenoch immer sehr ansehnlich ist und die, wenn sie hoch genugsind , durch Deiche gesichert die allerfruchtbarsten Felder ge-ben. In Flüssen könnte man oft da, wo in Krümmungen dasUfer convex ist, ebenso und noch leichter Anwachs bewirken;aber da dieses nicht immer ohne Nachlheil für das concave, ge-wöhnlich abbrechende, Ufer geschehen kann, so treten dabeioft andere Rücksichten auf den Nachtheil für den Nachbar ein,welche hindern, jenen Vortheil zu benutzen. Bei jenen Erschei-nungen , welche man an den See-Ufern beobachtet, glaubteich um so eher verweilen zu dürfen, weil sie zugleich ein Phä-nomen der physischen Geographie näher kennen lehren.
Die hydrotechnische Benutzung des Wassers für die SchifffahrtSchliefst sich gleichfalls an physikalische Betrachtungen an. DerWasserschatz, aus welchem ein anzulegender Canal sein Wassererhalten soll, muPs freilich vor allem nach örtlichen Umständen be-urtheilt werden, aber diese Beurtheilung hängt zugleich von derKenntnils der Regenmenge und der Gröfse der Verdunstung ab.In die Hydraulik gehören , sowohl bei künstlichen Canälen , alsbei Strömen, die man bequemer schiflbar machen will, die Fra-gen, wie gTofs bei gegebenen Dimensionen des Canales oderFlusses und bei gegebenem Gefälle die Geschwindigkeit des Stro-mes wird, ob man einen bestimmten Abfall, so wie er vorhan-den ist, darf bestehen lassen, oder ob dieser durch Schleusenunterbrochen werden mufs u. s. w. Auch der Wasser-Auf-wand, den jedes durch eine Schleuse gehende Schiff fordert,muls nach Regeln, die in die Lehre von der Bewegung des Was-sers gehören , berechnet werden ; der Bau der Schleusen for-dert Rücksichten auf die Lehrsätze der Hydrostatik, nach wel-chen die Stärke der Thüren, die Vorsichten bei Sicherung desGrundes u. s. w. müssen angeordnet werden.
Beim Hafenbaue, wo es vorzüglich auf die Sicherung der