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Hydrostatik.
erst dann ein, wenn der, in einer Röhre vorrückende Kolbeneine solche Conpression hervorgebracht hat, wobei die Ausdeh-nungskraft des Flüssigen grofs genug ist, um fernerem Vordrin-gen des Kolbens zu widerstehen ; leidet dagegen der flüssigeKörperkeine Zusammendrückung, so tritt jener Druck auf alleWände sogleich vollkommen ein. Wenn der flüssige Körpereine Zusammendrückung erlitten hat, und die drückende Krafthört auf, so dehnt er sich wieder aus, und darauf beruht es,dafs wir die flüssigen Körper, die fast gar keiner solchen Aus-dehnung und Zusammenpressung fähig sind, wie Wasser, tropf-bar nennen. Könnten wir eine kleine Luftmasse, gleichsameinen Tropfen Luft, in einen luftleeren Raum hinüber tragen jso würde diese Masse dort sogleich sich in einen ungemein gro-fsen Raum ausbreiten, dort also nicht mehr als ein Tropfen er-scheinen , und solche Fluida sind also nicht tropfbar; diejeni-gen dagegen sind es, die in einen leeren Raum hinübergetragen,sich nicht auf diese Weise ausdehnen und zerstreuen.
Die Hydrostatik handelt nur von diesen , statt dafs die Aero-statik von den ausdehnbarem Flüssigen redet. Da das Wasser diebekannteste tropfbare Flüssigkeit ■ ist, so pflegt man statt allertropfbaren Flüssigkeiten meistens nur vom Wasser zu reden,und auch der Name Hydrostatik ist vom Wasser (vdwg) herge-nommen.
Da das Wasser, wie alle Körper, schwer ist, so übt eineWassermasse auch ohne Beihülfe einer fremden Kraft schon ei-nen Druck auf den Boden, auf die Wände des Gefäfses undFig auf jeden in ihr enthaltenen Körper aus. Ist nämlich bei a einschweres Wassertheilchen, so drückt dieses auf das zunächstunter ihm liegende und ebenso mittelbar auf alle folgenden.Darauf gründet sich der Satz, dafs die Oberfläche der derSchwerkraft unterworfenen tropfbar flüssigen Körper beirrtGleichgewichte horizontal ist, oder allgemein, dafs die Ober-fläche senkrecht ist auf die mittlere Richtung aller beschleu-nigenden Kräfte , welche auf jedes ander Oberfläche liegendeTheilchen wirken. Ich habe nur nöthig, dieses in Beziehungauf die Schwere zu beweisen, da es dann auch für andere Kräf-te erhellet. Läge bei b ein Theilchen oberhalb der Horizontal-linie, in welcher sich ein daneben liegendes Theilchen derOberfläche befindet, so litte das unter b liegende Theilchen ei-nen Druck vermöge des Gewichtes des auf demselben liegen-