aus dem Thierreiche.
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es aufrecht stehend zu erhalten, allein das Glas hindert denfreien Zutritt der atmosphärischen Luft, und macht somit denApparat unbrauchbar. BnANnER, von welchem viele Hygro-meter dieser Art verfertigt sind, liefs daher die Glasröhre weg,und wählte statt dessen eine etwas stärkere, durch ihre eigeneSteifheit sich aufrecht erhaltende, Darmsaite von 1,5 Zoll Länge,befestigte das eine Ende derselben auf dem unteren Boden einer
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messingenen Büchse von 4 Z. Durchmesser in einem drehbarenStifte, versah das andere, über den Deckel hervorragende Endederselben mit einem horizontalen, sehr leichten messingenenZeiger, und theilte die Oberiläche des Deckels in eine gewisseAnzahl von Theilen , welche zur Menge des atmosphärischenWasserdampfes in einem bestimmten Verhältnisse stehen sollten.Die so von ihm verfertigten Büchsen haben stark durchbrocheneSeitenwände, damit die Luft frei zur Darmsaite gelangen, unddie Feuchtigkeit sie aufdrehen kann, wodurch sich die Spitzedes Zeigers über der Theilung bewegt und somit zugleich dieangenommene Menge des atmosphärischen Wasserdampfes angiebt.
Die Bestimmung der Menge von Wasserdampf in einemCubikfufs atmosphärischer Luft nach den Graden seines Hygro-meters entlehnte er aus der bekannten Abhandlung von Lamhert 1 ,welcher sich grofse Mühe gab, durch seine Versuche über dieVerdunstung das quantitative Verhältnis des Wasserdampfes inder atmosphärischen Luft nach den Graden des von ihm ver-besserten Sturm’schen Hygrometers aufzufinden.
Die gemeinsten Apparate dieser Art, die sogenannten hol-ländischen Hygrometer, welche auch in Nürnberg in Menge ver-fertigt und durch Hausirer zum Verkaufe ausgeboten werden,bestehen aus einem kleinen Häuschen von Pappe, in welchemein Stück einer Darmsaite lothrecht herabhängt, und an seinemunteren Ende eine runde Pappscheibe trägt, auf welcher zweiPuppen, eine männliche mit einem Regenschirm, und eine weib-liche mit einem Fächer stehen. Durch das Aufdrehen der Saitein Folge gröfserer Feuchtigkeit der Luft kommt die männlichePuppe vermittelst der Drehung der Scheibe aus ihrer Thüröff-nung und deutet Somit auf Regen, statt dafs ihr Zurückgehenund das Hervorgehen der •weiblichen Puppe heitere Witterung
1 Mäm. de l’Acad. des Sc. de Prass. 1769 n. 72. LasirerPs ITy-grometrie a. d. Fr. übers. Augsp. 1774. 8. Fortsetzung 1775. 8t
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