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Hygrometer
hygroskopische Substanz zu benutzen, Fahrot 1 dagegen wähltzweckmäßiger die rohe Seide, und dieser Meinung ist auchBabinet^, welcher der Seide, den Coconfäden, nach vielenUntersuchungen sogar den Vorzug vor dem menschlichen Haarenicksichtlich gröfserer Empfindlichkeit einräumt, obgleich dieAusdehnung des letzteren gröfser ist. Das ursprüngliche, ausdem Darme des Seidenwurm’s verfertigte Hygrometer suchteCazai.et zu verbessern, indem er einen uneleichförmisen Gan"
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der Ausdehnung an den verschiedenen Exemplaren dieser Sub-stanz wahrnahm 3 , allein es scheint ihm nicht gelungen zuseyn,Vollständige Uebereinstimmung herauszubringen.
Die umfassendsten Arbeiten über Hygrometer aus animali-schen Stoffen haben v. Saussüre und de Luc geliefert, letz-lerer mit kaum erträglicher Ausführlichkeit. Schon sehr frühesuchte nämlich de Lüc bei seinen eifrigen Bemühungen um dieAufhellung der Meteorologie die geeignetste hygroskopischeSubstanz aufzufinden, und wählte hierzu das Elfenbein*. Einhohler elfenbeinerner Cylinder 2 Z. 8 L. lang, 2,5 Lin. inwen-dig weit, von -jtj-Lin. Dicke der Wandungen, die oberen 2Lin.der Länge jedoch etwas dicker und mit einer eingesenkten 14 2.langen Glasröhre versehen, wird mit Quecksilber gefüllt, undfür den Funct der gröfsten Feuchtigkeit in schmelzendes Eis ge-senkt. Da wo alsdann das Quecksilber im unteren Ende derGlasröhre steht, ist der Nullpunct der Scale. Dann wird aneinem Quecksilberthermometer der Abstand der beiden festenPuncte gemessen , die Kugel desselben zerbrochen und das Ge-wicht des enthaltenen Quecksilbers gesucht; die vierte Propor-tionalzahl zu diesem Gewichte, dem Gewichte dessen, welcheszur Füllung des elfenbeinernen Gylinders ncitkig ist und derGröfse des gemessenen Abstandes giebt dann das Fundamental-intervall am Hygrometer, zu welchem die Röhre des zerbroche-nen Thermometers verwandt wird. Dieses Intervall wird in 40Grade getheilt, und solcher Theile werden dann noch weiterso viele auf die Scale getragen , als deren Länge verstauet. Man
1 Theoret. Physik II. 421.
2 Ann. de Chim. et de Phys. XXVI. 367.
3 Joura. de Fhys. 1786. Veh II. p. 247.
4 Phil. Trans. LXIJI. N. 38. Journ. de Phys. V. 381. u. 457.Lcipz. Samml. I. S. 10 IV.