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und den Grad der Feuchtigkeit nach dessen Verlängerung zumessen.
Unter die Vorschläge, den Grad der atmosphärischen Feuch-tigkeit durch die Ausdehnung thierischer Häute zu messen, ge-hört der des Giov. Baft. da St. Martino, ein^n StreifenGoldschlägerhaut auszuspannen, welcher sich durch Nässe aus-dehnt, und bei gröfserer Dürre zusammenzieht. Für den Punctder giöfsten Feuchtigkeit wählt er den Stand des Zeigers beimEinflüsse eines dicken Nebels, dagegen setzt er den Punct dergröfsten Trockenheit dahin, wohin das Instrument zeigt, wennes in einem Gefäfse der Einwirkung einer bis 50° R. erhitztenLuft ausgesetzt ist, und glaubt auf diese Art ein besseres undwohlfeileres Instrument, als das Saussüre’sche Haarhygrometerzu erhalten ; allein die Goldschlägerhaut ist schon durch die Artihrer Verfertigung weniger empfänglich für die atmosphärischeFeuchtigkeit, als das Menschenhaar, und trocknet leichter sovollständig aus, dals sie ihre hygroskopische Eigenschaft gänz-lich verliert. Empfindlicher im Anfänge, aber gleichfalls nichtvon langer Dauer ist ein Stück Froschhaut, welches Huth 1 2empfiehlt, und eine Rattenblase, welche Wilson 3 nach Art desFederkieles mit Quecksilber zu füllen und eine Glasröhre in letz-teres einzusenken räth. Fr. Mater in Verona endlich hat diedas Innere des Eies umgebende Haut als hygroskopische Sub-stanz vorgeschlagen 4 5 , allein ich finde nicht, dafs ein solcherApparat jemals wirklich ausgeführt ist.
Unter die vor längerer Zeit zu Hygrometern vorgeschlage-nen und nicht ohne Grund sehr empfohlenen Substanzen gehörtdie Seide, welche unter allen hierzu verwandten animalischenStoffen dem austrocknenden Einflüsse der atmosphärischen Luftvielleicht am längsten widersteht. Anfangs schlug Casmois 6 vor,den Darin, oder denjenigen Theil des Seidenwurms, welchen mangewöhnlich zum unteren Ende der Angelschnüre verwendet, als
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1 Licliteub. Mag. VI. 99.
2 Journ. von u. für Deutschi. 1784. S. 473.
3 Ami. de Chim. V. p. 307. ßibl. univ. IV. 262. Ann. of Phil.IX.318. Mau soll die ItaUenblasc unitehren und wascheu, daun wiederumkehren und mit Quecksilber füllen.
4 G. LIX. 307.
5 Journ, de Phys. XXIX. 349.