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i I y g r o m e t e r
durch dasselbe nicht zu rechnen sey, wobei es aufserdem demallgemeinen Fehler aller Apparate dieser Art gleichfalls unter-liege, nämlich dafs die Substanz ihre hygroskopische Eigenschaftallmälig verliere.
Das erste Hygrometer, welches mit sehr grofsem Beifalleaufgenommen wurde und die Ilygrometrie bedeutend weiter zubringen schien , ist das durch v. SaussÜjie angegebene PlaaThy-grometer 1 . Die hygroskopische Substanz desselben ist ein wei-ches, nicht krauses und wo möglich blondes Menschenhaar,' welches wegen der anklebenden Fettigkeit in einer Auflösungvon 7,5Scr. Sodasalz in 30 Unzen Wasser eine halbeStunde, dannnoch zweimal einige Minuten lang in reinem Wasser gekocht,in kaltem Wasser abgespiilt und im Schatten getrocknet wird.Ein solches Haar dehnt sich vom Puncte der grüfsten Trocken-heit bis zu dem der gröfsten Feuchtigkeit um 0,024 seiner Längeaus, und wird beim verbesserten oder sogenannten Reisehygro-meter des de Saussühe auf folgende W^ise zum Messen derFeuchtigkeit benutzt. Ein Rahmen von Messingdraht, IKLMvon etwa 15 Z. Höhe und 3Z. Breite dient als Träger des Gan-zen , und wird in einem Kasten mit Glasthiiren aufgehangen.Das zum Messen der Feuchtigkeit bestimmte und präparirteHaarist mit einer Klemmschraube y an einer Vorrichtung befestigt,welche auf dem Drahte KL verschiebbar ist, und sich vermit-telst der Preisschraube x feststellen läfst, damit beim Einzieheneines neuen Haares , dessen Ausdehnung eine andere ist, alswofür das Instrument eingerichtet wurde , die Länge desselbenvergröfsert oder verkleinert werden kann, um die für die Bewe-gung des Zeigers erforderliche Veränderung pafslich zu erhalten.Für kleine Correctionen des Zeigers dient die Mikrometerschraubem, womit det Halter der Klemmschraube y auf - und abwärtsbewegt werden kann. Die Hauptsache beim Instrumente ist derZeiger, Dieser ist auf einer feinen Axe zwischen den parallelenStreifen ac, welche durch den bei g festgeschrobenen Trägergehalten werden , so genau im Gleichgewichte balancirt, dafser in jeder Lage stehen bleibt, und also durch die schwacheWirkung des Haares leicht bewegt werden kann. Das aus dem
1 Essai« »ur l’hygrome'trie; 1 Ncufchatel 1788. 8. Versuch überdie Hygrometrie; durch Hör. Ben. de Saussüre. Aus d. Fr. von J.D. T. (Titius) Leipz. 17S4. 8. Vergl. Biqx Traite I. p. 335.