Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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601
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aus dem T h i e r r e i c li e.

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Mhtelpuncte seiner Axe beschriebene Bogenstück b b ist doppelteingekerbt; in die eine Furche ist das Haar gelegt und bei cbefestigt, durch die andere ein feiner Seidenfaden, welcher beia festgehalten wird und ein kleines Gewicht z, nur einige Graneschwer, trägt; um das Haar stets in einiger Spannung zu halten,und den Zeiger zu bewegen, wenn letzteres durch Feuchtigkeitmehr ausgedehnt wird. Das um n vermittelst des Knöpfchensq drehbare Stück nqop endlich dient zum Festlegen des Ge-wichtes und Zeigers, wenn es in die durch punctirte Linien an-gedeutete Lage gebracht wird; eine zum sicheren Transportirennothwendige Vorrichtung. Der an zwei Drähten befestigte Ha-ken rs endlich ist bestimmt, ein Thermometer daran zu hängen,welches zur Ausmittelung des Quantitativen der atmosphärischenFeuchtigkeit unentbehrlich ist.

Die blofse Beschreibung ergiebt, wie sinnreich dieser Ap-parat construirt ist, und es kommt nur darauf an, mit welcherGenauigkeit die hygroskopische Substanz die Feuchtigkeit derLuft anzeigt Um zuvörderst den Punct der gröfsten Feuchtig-keit zu erhalten, wird das Instrument unter eine inwendig be-feuchtete über einem Teller mit Wasser stehende Glocke aufge-hangen , und die zunehmende Ausdehnung des Haares beobach-tet. Wächst diese nach 5 bis 6 Stunden noch fortwährend, soist das Haar unbrauchbar, und mal's verworfen werden. Ver-längert sich dasselbe aber nach einigen Stunden nicht mehr, sowird der Zeiger auf den Punct der gröfsten Feuchtigkeit gestellt,und beobachtet, ob es dann wieder zurückgeht, wie bei einigender Fall ist (cheveux retrogardes), weil man es dann gleichfallsmit einem andern vertauschen mufs. Um überhaupt von demrichtigen Gange des Haares überzeugt zu werden, mufs man diesenämliche Operation in Zwischenräumen von mehreren Tageneinigemale wiederholen.

Noch mühsamer ist das Verfahren, wodurch der Punct dergröfsten Trockenheit gefunden wird 1 . Auf einem halbcylinder-förmigen Bleche werden gleiche Theile Salpeter und roher Wein-stein verpufft, und das rückständige Pulver wird eine Stunderothglühend erhalten. Dann wird das Blech so heifs, als ohneZersprengung der Campane geschehen kann, unter diese gestellt,in welcher zuvor das Instrument aufgehangen ist, und der Zu-

1 Jouru. de Phys. 1778. I. p. 43.