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[Fünfter Band. H - K.]
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Hygrometer

tritt der äufseren Luft wird durch Quecksilber abgeschnitten.Hierdurch erhält die eingeschlossene Luft die höchste Trocken-heit, welches daran kenntlich ist, dafs das Haar dann durchWärme sich wieder ausdehnt, jedoch nur um eine kaum mefs-bare Gröfse. Der Punct, auf welchem der Zeiger dann statio-när bleibt, wird mit 0 bezeichnet, und der durchlaufene Bogenzwischen beiden Normalpuncten in 100 Theile getheilt giebt dieGrade der Scale.

Das Saussiiresche Haarhygrometer kam bald zu grofsemAnsehn, und hat sich dabei eine geraume Zeit bis zur neuestenPeriode der hygrometrischen Untersuchungen erhalten; blofs ande Lüc fand dasselbe einen eifrigen Gegner. Dieser verwarf

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schon 1775 sein oben beschriebenes Hygrometer von Elfenbein,und wählte statt dessen das Fischbein zur hygroskopischen Sub-*^8»stanz. Sein Apparat besteht gleichfalls aus einem Rahmen vonMessing HIKL, welcher oben den getheilten Kreis abc trägt.Vor diesem ist der gleichfalls genau balancirte, vermittelsthöchst feiner Axen leicht bewegliche Zeiger aß mit einer klei-nen Rolle versehen, deren Rand eine doppelte vertiefte Furchehat. Als hygroskopische Substanz dient ein 0,5 Lin. breiter undetwa 8 Z. langer Streifen Fischbein, welcher von einem plattenKieferstücke vermittelst eines eigenen Hebels nach der Richtungder Querfibern abgeschnitten wird ; am unteren Ende ist dieserin dem auf- und abwärts verschiebbaren, durch die Klemm-schraube c festzustellenden Stifte yd befestigt, oben in einemkleinen Zängelchen , welches an einem Faden befestigt ist, unddurch diesen mit sehr geringer Kraft aufwärts gezogen wird,um den Streifen stets etwas gespannt zu erhalten. Der Fadennämlich ist um die angegebene Rolle in der einen Furche ihresRandes zweimal umgeschlungen, ein anderer Faden aber um dienämliche Rolle in ihrer zweiten Furche nach entgegengesetzterRichtung geführt und mit dem andern Ende an der sehr feinenschraubenförmig gewundenen Drahtfeder hefestigt, welcheihn, und also auch den Fischbeinstreifen in der erforderlichenSpannung erhält, und mit ihrem anderen Ende an dem Halterd be-festigt ist. De Lüc verfertigte solche Fischbeinstreifen von lFufsLänge, welche nicht mehr als 0,25 Gran wogen, dennoch 0,3Unzen Gewicht trugen, und wovon 8 Zolle sich zwischen denbeiden festen Puncten um 1 Z. ausdehnten. Zuerst vermochteder Erfinder dieses Apparates nur den Punct der grüfsten Feuch-