aus dem Pflanzenreiche.
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völlig die Feuchtigkeit zu entziehen, nnd stellte dann den Zeigerdurch Umdrehung des Wirbels aufO, befeuchtete demnächstdie Schnur mit Wasser, bezeichnete den Stand des Zeigers mit100, wodurch er eineidieser Schnur zugehörige Theilung erhielt.So sinnreich dieses Verfahren auch ist, so giebt es doch keinnoch in unseren Zeiten brauchbares Mefswerkzeug. Statt einesSeiles wählte Dalende einen blofsen Papierstreifen 1 , und sichernicht ohne Grund, denn das Papier ist eine vortreffliche hygro-skopische Substanz. Ein solcher Streifen wird zwischen zweiStiften ausgespannt, in der Mitte durch ein kleines Gewicht be-schwert, welches einen Zeiger trägt, und wenn dann das Papiersich durch Feuchtigkeit ausdehnt, so sinkt das Gewicht herab,und der Zeiger deutet dieses auf einer Scale an.
Dafs die Holzarten, insbesondere die weichen, sehr hy-groskopisch sind, ist eine bekannte Erfahrung 2 , und man hat siedaher auf verschiedene Weise zu Hygrometern verwandt. Hau-tefeuille 3 4 verfertigte eine Tafel aus zwei dünnen tannenenBretern in einen eichenen Rahmen gefafst und an beiden Seitenbefestigt. Wenn sich diese dann durch Feuchtigkeit ausdehn-ten oder durch Trocknifs zusammengezogen, so bewegten sieein gezahntes Blech, welches eine kleine Welle mit einem Zei-ger umtrieb, und auf diese Weise den Feuchtigkeitszustand derAtmosphäre angab. Später hat Tauber* mehr Mühe auf dieVerbesserung dieses Apparates verwandt, als er verdient, Fer-guson aber wählte statt der gezahnten Stange und des Getriebeseine Schnur, welche um eine kleine Rolle geschlungen, unddurch ein Gewicht straff gezogen einen langen Zeiger bewegte,um dadurch die kleinen Veränderungen der Ausdehnung mehrzu vergröfsern 5 . Eines ähnlichen Hygrometers bediente sichCosiers 6 zu einer srolsen Reihe von Beobachtungen zur Aus-mittelung des hygroskopischen Verhaltens der Atmosphäre in
1 Traitds des Barometres, Therm. et Hygrometres . Amst. 1639.Ein Papierhygrometer wird auch durch John Coventry empfohlen. S.Gren Journ. V. 813.
2 Ausführliche Untersuchungen hierüber von Lampadics findetman in dessen Beiträgen zur Atmosphärologie. S. 210. IT.
3 Pendule perpetuelle. Par. 1678. 4.
4 Acta Erud. Ups. 1687. p. 76.
5 Phil. Trans. Yol. LIV. art. 47. p. 259.
6 Phil. Trans. Nro. 480.;