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[Fünfter Band. H - K.]
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Hygrometer

über die Frage genügende Sicherheit erhält, welches unter' dendrei Haaren in seinen Angaben das richtigste ist. Die von Ca-gnazzi 1 vorgeschlagenen Verbesserungen dieses nämlichen Hy-grometers betreffen blofs die Construction desselben, welche de-ren eigentlich nicht bedarf, und es ist daher überflüssig, sie wei-ter zu berücksichtigen.

B. Hygrometer aus dem Pflanzenreiche.

Dafs gemeine hänfene Seile durch Feuchtigkeit verkürztwerden, ist eine so häufig vorkommende Erfahrung, dafs sieden Beobachtern nicht füglich entgehen konnte. Schon Leupold 2und Wolf 3 erwähnen daher die hieraus verfertigten Hygrome-ter. Sie bestehen aus blofsen hänfenen Schnüren, welche aneiner Wand mit ihrem einen Ende befestigt werden, am andern,über eine leicht drehbare Rolle geschlungen, aber ein Gewichtmit einem Zeiger tragen. Dringt Feuchtigkeit in die Schnur,und verkürzt sie, so wird das Gewicht und der Zeiger gehoben,und eine lothrechle Scale giebt die Grade an, auf welche derZeiger bei diesen verschiedenen Zuständen derselben zeigt. Umdie Längendifferenz gröfser zu machen, zog man die Schnurauch über mehrere untere einander befindliche Rollen so, dafsdie hiernach entstehenden Abtheilungen derselben einander pa-rallel horizontal liefen, und dafs blofs das eine Ende mit einemGewichte und Zeiger beschwert war. An eine eigentliche fttes-sung und Bestimmung fester Puncte ist bei einem solchen Appa-rate nicht zu denken. John Smeaton 4 schlug vor, man solleeine 35 Z. lange und etwa 0,05 Z. dicke hänfene Schnur in Salz-n wasser sieden, und dann eine Woche lang durch 1 bis 2 Pf.Ge-

wicht ausdehnen, sie dann mit dem einen Ende ah einem dreh-baren Wirbel befestigen , mit dem andern an einem Zeiger, wel-cher mit 0,5 Pf. Gegengewicht beschwert sey. Her Zeiger sollte12 Zoll Länge haben , und mit der Spitze über einem Gradbo-gen hinlaufen. An eihem warmen Und heiteren Tage brachte erdann die schon ausgetrocknete Schnur gegen ein Feuer, um ihr

1 Memoires de l’Acad. des Sc. de Naples. T. I. part. 2. p. 43.Daraus in Fercssac Bulletin. 1826. T. I. p. 204.

2 Theat. aerost. cap. VII. p. 288.

3 Nützliche Vers. T. II. 8. 7 ,

4 Phil. Trans. LXI. 198.