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[Fünfter Band. H - K.]
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Hygrometer

balken, und stellte das Gleichgewicht durch ein aufgelegtes Gegen-gewicht her, wodurch der Punct der gröfsten Trockenheit erhal-ten wurde. Je gröfser dann der Feuchtigkeitszustand der Atmo-sphäre war, desto mehr betrug das Gewicht des Schwammes,welches durch die Bewegung eines Zeigers angegeben wurde 1 .Arderon verbesserte die ursprüngliche einfache Einrichtung des-selben, indem er das eine Ende des Waagebalkens bis 1,5 F. ver-längerte , und in eine sehr feine Spitze auslaufen Iiefs , welcheauf einem getheilten Bogenstücke die Grade der Feuchtigkeit undTrockenheit angab. Der am kürzeren Ende des Waagebalkenshängende Schwamm wurde durch eine von der Mitte des länge-ren Armes herabhängende feine seidene mit vielen kleinen Ge-wichttheilchen in gleichem Abstande beschwerte Schnur imGleichgewichte gehalten, deren unteres Ende auf einem kleinenTischchen ruhete. So wie der. Schwamm durch Feuchtigkeitschwerer wurde, hob er einen gröfseren Theil der Schnur in dieHöhe, und dadurch wurde der Gang des Z.eigers regelmäßiger J .Buruhard hing statt dessen einen im Centro beweglichen Qua-dranten so auf, dafs der eine Radius desselben horizontal, derandere lothrecht war. An dem ersteren, etwas Vom Mittel-puncte entfernt, war der Schwamm so befestigt, dafs der ihntragende Faden auf 0 der Theilung des Quadranten für den Punctder gröfsten Trockenheit zeigte; So wie aber der Salmiak desSchwammes Feuchtigkeit aufsog und letzterer dadurch schwe-rer wurde, zog er den Quadranten herab, und der Faden zeig-te auf der Theilung die zugehörigen Grade 3 . Hales und Des-AgCliers wählten statt des Waagebalkens einen auf zwei sehrfeinen Spitzen leicht drehbaren Cylinder mit einem nach Art derSchnecke in den Taschenuhren schneckenförmig eingeschnittenenKegel. Um das cylindrische Ende des Apparates war der Fadengewunden, welcher den Schwamm trug, um den schneckenför-

stanz 4 der Schwamm aber nur der Trägerderselben sey, versteht sichvon selbst.

1 Von diesen Hygrometern reden fast alle älteste Beschreibun-gen meteorologischer Werkzeuge, ohne den ersten Erfiuder desselbenanzugeben. Vermuthlich ist es durch Otto v. Guehicke aus seinemManometer gebildet, denn II. BoylZ kannte dasselbe schon. S. Phil.Trans. VIII. 618.

2 Phil. Trans. XLlV. 96. n. 169.

3 Ann. of Phil. VII. 479.