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[Fünfter Band. H - K.]
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Hygrometer

auf ihrer Oberfläche zeigt, und überhaupt läfst sich bei den bei-den letztgenannten Instrumenten die Temperatur leicht weit un-ter denEispunct herabbringen, jedoch wird an dem Körner’schender feine Niederschlag bei weitem nicht so sicher auf der Glas-fläche wahrgenommen, als auf einer polirten Metallfläche 1 . Esist daher ein nicht verwerflicher Vorschlag, welchen v. Bon-nenberger 2 zur Herstellung eines sehr einfachen Hygrometersgethan hat, nämlich die Kugel eines empfindlichen Thermome-ters mit einer Lage Musselin zu überziehen , und über diese ei-nen dünnen gläsernen , auswärts vergoldeten Cylinder zu schie-ben , dessen Höhe 1,5 seines Durchmessers beträgt. Damit letz-terer keine Bisse bekommt, thut man wohl, die Mitte der Kugelmit einigen Lagen Musselin zu umgeben, ehe man sie in denCylinder schiebt. Für den Gebrauch giefst man einige TropfenAether oben in den Cylinder, dessen Verdunstung Kälte, und letz-tere einen Niederschlag auf der Mitte des vergoldeten Cylinderserzeugt. Beim Eingiefsen des Aethers ist indels Vorsicht nöthig,damit die vergoldete Oberfläche nicht benetzt werde, weil sichsonst der Dunst nicht ansetzt. Vergleichbare Versuche trabenmit dem Daniell’schen Hygrometer nahe übereinstimmende Re-sultate 3 .

Nicht blofs in Deutschland , sondern auch in Grofsbritannienhat man das Daniell’sche Hygrometer in mehrfach veränderterForm dargestellt. Insbesondere ist dieses durch Thomas Jonesgeschehen 4 , welcher genau so wie Körner die Kugel einesThermometers in die Höhe zu biegen und mit Aether zu erkältenvorschlug, bis sich der Wasserdunst aus der Atmosphäre daranniederschlüge; inzwischen hat Daniele selbst wegen eines fei-nen Ueberzuges von Aether, welcher sich der Oberfläche der

1 Kö'rner versichert a. a. 0., dafs er die Kugeln der Daniell’-schen Hygrometer auch aus Metall verfertige, allein solche sind mirnoch nicht zu Gesicht gekommen, und können wahrsclieiulich mit denGreiner’schen die Concurrenz Dicht aushalten.

2 Naturwissensch. Abhandl. II. 164.

3 Auch Köbker verfertigt solche Hygrometer aus einem feinenThermometer bestehend, auf dessen Kugel von unten herauf ein ver-goldeter metallener Cylinder geschoben wird. Aus eigener Anschauungsind mir indefs diese Apparate nicht bekaunt.

4 Phil. Trans. 1826.