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[Fünfter Band. H - K.]
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durch Verdunstung u. Niederschlag. 619

sächlich ein sinnreicher Vorschlag von Dobeiieirer 1 . Diesernimmt ein kleines cylindrisches Gefäfs jfon dünnem Messingblech 142.A, füllt in dasselbe etwas Aether , und schraubt die Oeil'nungmit einem Deckel b zu, durch dessen Mitte ein feines Thermo-meter so herabgelassen ist, dafs seine Ivugel von dem Aether um-geben wird. Eine feine Rühre a ist in diesem Gefäfse am Randedesselben bis auf den Goden herabgesenkt, und mit vielen klei-nen Löchelchen versehen, damit die aus diesen dringende Luftdurch die Flüssigkeit aufsteigt, und mit Aetherdampf gesättigtaus der Röhre c entweichen kann. Eine lothrecht herabge-hende Röhre, welche zugleich als Träger des Thermometerseg dient, verbindet diesen Apparat mit einer Vorrichtung zumAnschrauben an den Tisch und mit einer CompressionspumpeD, deren Embolus ein Dlasenventil hat, welches sich beim Auf-ziehen öffnet, beim Niederdrücken schliesst, während ein an-deres Blasenventil in der Röhre den Rückgang der htneingetrie-benen Luft hindert. Wird die Pumpe in Bewegung gesetzt, soströmt Luft durch den Aether, kühlt ihn vermöge der bewirktenVerdampfung bedeutend ab, und der Cylinder zeigt den feinenNiederschlag der atmosphärischen Feuchtigkeit so viel sicherer,weil man die Verdampfung durch langsamere Zuführung derLuft verzögern kann. Vergleichbare Versuche mit diesem undeinem ächten Greiner’schen entschieden zum Vortheil des erste-ren, und da man dieses bequemer in ein Futteral packen, undohne Gefahr der Beschädigung leicht transportiren kann, so ver-diente es eine vorzügliche Empfehlung, wenn nicht gegen dieseGattung von Hygrometern überhaupt gegründete Einwendungengemacht werden könnten. Noch einfacher ist das durch Kör-ner 2 vorgeschlagene Instrument. Dieses besteht aus einemblofsen Thermometer mit aufwärts gebogener und oben wiedervertiefter Kugel a, in welche etwas Baumwolle gelegt und diesemit einigen Tropfen Schwefeläther befeuchtet wird, Schon dieblofse Verdampfung dieser äufserst iliichtigen Substanz erkältetdie Kugel beträchtlich, noch mehr aber geschieht dieses, wennman Luft vermittelst eines Lüthrohrs gegen die Baumwolle bläst.

Es ist dann nicht schwer, die Thermometerkugel so weit zu er-kälten , dafs sich der Niederschlag des atmosphärischen Dunste*

1 G. LXX. 136.

2 Ebene!, p. 139.