Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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durch Verdunstung u. Niederschlag. 025

die künstlich erzeugte Verdunstung afficirt, namentlich durchden Einflufs des Lichtes, so dafs es diesemnach für hygrome-trische Messungen allezeit ein trügerisches Instrument bleibenwird. Manche haben dasselbe daher allerdings den übrigen,früher bekannten Hygrometern vorgezogen 1 , allein Bockmaksfand dasselbe nach einer langen Reihe sorgfältiger Beobachtun-gen unsicher 2 , und eben daher ist es auch als eigentliches Hy-grometer nie sehr in Aufnahme gekommen.

Die merkbare Mangelhaftigkeit des Lealie’scheti Hygrometersführte schon LümcKe auf einen Apparat* Welcher nur seinerUnvollkommenheit wegen weniger beachtet Wurde, übrigensaber auf das späterhin durch August so höchst zweckmäfsig aus-geführte Princip gegründet ist. Er wollte nämlich auf der näm-lichen Scale zwei sehr feine Thermometer neben einander loth-recht herabhängend vereinigen , das eine unten umbiegen, umdessen Kugel unter die des andern zu bringen, jener ersterenKugel von oben her eine Vertiefung geben, in diese einige Tro-pfen Wasser gielsen, und aus der Kälte, welche dessen Ver-dunstung erzeugte, auf den Feuchtigkeitszustand der Atmosphäreschliefsen 3 . Es ist klar, dafs der Unterschied der Stände bei-der Thermometer die psychrometrische Differenz angeben mufste;allein schon die geringe Oberfläche des verdampfenden Wassersim Verhältnis zu der Menge desselben und der Gröfse derjeni-gen Oberfläche der Kugel, welche von der Luft umgeben blieb,die Unbequemlichkeit des Eintröpfelns von Wasser in eine sogeringe Vertiefung, das Auf- und Abschieben dieses Thermo-meters nebst seiner Scale, und die geringe Entfernung , in wel-cher dennoch beide Kugeln blieben; dieses und einige andereUrsachen erklären die geringe Aufmerksamkeit, welche diesemVorschläge geschenkt wurde. Kaum etwas mefir beachtet, aufallen Fall nicht allgemein eingeführt, wurde ein ähnlicher durchBlackadder vorgeschlagener Apparat" 4 . Dieser besteht auszwei feinen, auf der nämlichen Scale befestigten Thermometern,

1 Unter andern Lidicre in Gi X. 110* rergl< Gilbert ebend.V. 235.

2 G. XV. 355.

3 G. X. 16.

4 Phil. Trans, of the Roy. 3oc f of Ediub. T. X. Vergl. Edinb.New Phil. J. N. II. p. 238.

V. Bd. 1\ r