tj'ili Hygrometer
deren eins olno weitcreVorrichtungdieTemperatur der Atmosphäreangiebt, das andere aber einen Ueberzug von Musselin über seineKugel hat, und hier durch stets aus einer Flasche durch einenHaarpinsel herabträufelndes Wasser feucht erhalten wird. DerErfinder verband damit noch einen künstlichen Mechanismus,um dieses atmizomische Hygrometer (almizomic hygromeler),wie er es nannte, zum selbstregistrirenden zu machen. Zudiesem Ende wählte er Weingeist zur thermometrischen Sub-stanz, richtete die Thermometer lothrecht auf, so dafs die Ku-geln oben standen , brachte in die W eingeistsäule im Thermo-meterröhrchen ein feines Glasstäbchen , welches sich bis an dasEnde des Weingeistes herabsenkte; durch Adhäsion an diesenaber zurückgehalten und bei der Zusammenziehung der Flüssig-keit mit in die Höhe gehoben wurde, und verband damit einänMechanismus, durch welchen die lothrechten Thermometer zueirler bestimmten Zeit horizontal gelegt wurden. Es mufste dannzugleich dafür gesorgt seyn, dafs sie von diesem Augenblickean wohl einer höheren, aber nicht einer niedrigem Temperaturausgesetzt wurden; dann blieben die Glasstäbchen an demjeni-gen Orte liegen, welchen sie beim Niederlegen eingenommenhatten, und bezeichneten auf diese Weise, das im trocknen Ther-mometer, die Temperatur der Luft zur Zeit des Niederlegens, dasim befeuchteten die durch Verdampfung des Wassers erzeugteKälte, der Unterschied beider die damals stattgefundene psychro-metrische oder atmizomische Differenz.
Diese zuletzt beschriebene Abänderung eines übrigens ziem-
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lieh einfachen Apparates macht denselben offenbar zu sehr zu-sammengesetzt und zu künstlich, und dieses kann nicht vermie-den werden , wenn namentlich die Bedingung , nämlich dafsnach dem Niederlegen keine niedrigere Temperatur auf die Ther-mometer wirken darf, erfüllt werden soll. Es scheint mir so-nach, dafs man von dieser Erweiterung ein für allemal abstra-lüren müsse, so angenehm es übrigens seyn würde, das Maxi-mum des Feuchtigkeitszustandes während der Nacht, oder garin verschiedenen Stunden der letzteren zu kennen. Aber auchhiervon abgesehen läfst das Instrument noch einiges zu wünschenübrig, und dieses liegt in der Art, wie die eine Thermometer-kugel benetzt wird; denn dals man statt der unsicheren Wein-geistthermometer sehr genaue Quecksilberthermometer mit lan-gen Scalen zur Beobachtung kleiner Temperaturunterschiede an-