Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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G30 Hygrometei-, .

Lampadius u. a. angegebene; es fragt sich nur, in wie ferndiese genau, zuverlässig und als wirklich normal zu betrachtensind, ln dieser Hinsicht läfst sich nicht verkennen, dafs diedurch v. SaussÜre gewählte Methode die einzige ist, welcheganz eigentlich normale Puncte anzugeben vermag. Rücksicht-lich des Punctes der gröbsten Trockenheit unterliegt dieses wohlkeinem Zweifel und überhaupt ist dieser bei weitem am leich-testen zu erhalten, auch geschieht dieses ohne grolse Schwie-rigkeiten auf verschiedene Weise, man mag Aetzkali , ungelösch-ten Kalk, Schwefelsäure oder unter allen am besten salzsaurenKalk anwenden, denn in allen diesen Fällen wird die umgebendeLuft völlig trocken, und das Hygrometer zeigt in solcher auf einenPunct, welcher der völligen Trockenheit der Luft zugehört,ohne deswegen nothwendig selbst absolut frei von aller Feuchtig-keit zu seyn. Es ist nämlich ein offenbar unrichtiges Verfahren,wenn einige, wie z.B. Lowxtz, durch Glühen oder Lamp ad msdurch die Hitze eines Ofens alle Feuchtigkeit aus der hygrosko-pischen Substanz entfernen, und hierdurch den Punct der gröbs-ten Trockenheit erhalten wollten; denn sobald die Affinität desWasserdampfes zu der hygroskopischen Substanz stärker ist alszur Luft, so wird letztere schon vollkommen trocken seyn,während erstere noch Feuchtigkeit enthält, allein der Punct,auf welchen dann der Zeiger des daraus verfertigten Hygrome-ters zeigt, gehört offenbar der vollkommenen Trockenheit an.

Schwieriger ist die Bestimmung des Punctes der gröfstenFeuchtigkeit, und hier bleibt offenbar eine Dunkelheit, welcheich in keiner der zahlreichen Untersuchungen über diesen Ge-genstand aufgehellet finde. Zuvörderst scheint mir das von deSaussÜre gewählte Verfahren , sein Hygrometer in eine mög-lichst feuchte Luft zu bringen , vor dem durch de Lüc empfoh-lenen des Eintauchens in Wasser den Vorzug zu verdienen. Sosehr nämlich auch letzterer sein Verfahren als das einzig richtigeanzuempfehlen sich beeifert hat, so soll doch offenbar das Hy-grometer den Zustand der gröfsten Feuchtigkeit dann angeben,wenn die umgehende Luft mit Wasserdampf vollständig gesättigtist, nicht aber wenn die hygroskopische Substanz sich mit tropf-bar flüssigem Wasser in unmittelbarer Berührung befindet. Nachvielfachen angsstellten Versuchen scheint indefs zwischen beidenMethoden kein merklicher Unterschied stattzpfinden, wie auchdaraus ganz natürlich folgt, dafs die einer absolut feuchten Luft