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J alir.
Das Jahr der Römer war in den ältesten Zeiten sehr ab-weichend von dem unsrigen; dafs es zehn Monate hatte, darfman nach Idelejr’s Meinung nicht in Zweifel ziehen, aberdiese Monate waren vermuthlich 1 nicht nach dem Laufe desMondes geordnet, sondern (wie Plutakch angiebt) ungleichlang und also entweder nach andern Erscheinungen am Himmel(etwa den Aufgängen und Untergängen der Sterne), oder nachden Beschäftigungen, die jede Jahreszeit forderte, eingetheilt;und so konnte dennoch ihr zehnmonatliches Jahr so genau, alsein ungebildetes Volk es fordert, sich an das Sonnenjahr an-schliefsen. Diese uralte Anordnung des Kalenders soll schonNuma abgeschafft und ein Mofidenjahr eingeführt haben, wel-ches jedoch schon von ihm oder von spätem Verbesserern desRömischen Kalenders mit dem Sonnenjahre durch einen Schalt-monat in Verbindung gesetzt wurde. Da nämlich das Monden-jahr um 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr ist, so würden dieTage des Kalenders, welche jetzt mit irgend einer Stellung derSonne zusammen treffen, im nächsten Jahre 11 Tage, im zwei-ten Jahre 22 Tage und so ferner, frülier, als eben die Stellungder Sonne eintreffen. Um dieser Ungleichheit auszuweichen,schalten die Völker, die sich gern ganz an den Mondlauf an-schlielsen wollen, zu angemessenen Zeiten einen Monat von29 oder 30 Tagen, einen ganzen Mondenmonat ein; die Rö-mer hingegen haben alle zwei Jahre einen Schaltmonat von 22oder 23 Tagen zu Hülfe genommen. Nach den Angaben deralten Schriftsteller 2 war es Regel, diese Einschaltung so stattfinden zu lassen, dafs der Februar in diesen Schaltjahren nur23 Tage hatte, und dann der mensis intercalaris folgte, wel-cher 27 oder 28 Tage erhielt. Ideleu bemerkt, dafs diese Ein-schaltung, nach einigen Aeulserungen der alten Schriftstellerzu urtheilen, wohl manchen Unregelmäßigkeiten unterworfenseyn mochte; sie hat aber für uns eine Merkwürdigkeit-* weilnoch jetzt unser Schalttag nach dem 23. Februar eingeschobenwird, und seit Caksaii’s Zeiten im Schaltjahre der 24. Februar► «ls Schalttag angesehen wird.
Obgleich aber durch diese Anordnung der gleichraäfsigeFortgang der Jahre und ihr Zusammenstimmen mit dem Laufe
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1 ipEI.ER II. 29-
2 Die Idkler 11. 57. anfülirt.