Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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671
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I

Jahr. 671

dessen Tod aber die, Ausführung hinderte. Erst unter demPabste Gregor XIII . kam die Verbesserung zu Stande, wobeides Aloksiüs Limos Vorschläge zum Grunde gelegt wurden.

Die Bulle vom 24. Februar 15S1 bestimmte die neue An-ordnung des Kalenders, die durch eine Schrift der vom Pabsteniedergesetzten Commission: Canones in Calendarium Grego-rianurn perpetuum, und durch eine Schrift des, mit zur Com-mission gehörenden, Clavius: Romani Calendarii a Gre-gorio XIII. pont. max. reslituti explicatio, erläutert wurde.Der Zweck dieser Verbesserung, die den Namen des Gregoria-nischen Kalenders erhalten hat, war ein doppelter, erstlich fürjenen Zeitpunct den Tag der Frühlings - Nachtgleiche auf den21. März zurückzuführen und dem Osterfeste (wovon im Art.Kalender Hie Rede seyn wird) seinen richtigen Platz anzuwei-sen , zweitens aber künftigen ähnlichen Abweichungen durcheine neue Einschaltungsmethode vorzubeugen. Um den erstenZweck, soweit er hier betrachtet werden kann, zu erreichen,sollten im October des Jahres 1582 zehn Tage weggelassen undsogleich nach dem 4ten Oct. der 15te Oct. gezählt werden ; umden zweiten zu erreichen, sollten in vier Jahrhunderten 3 Schalt-tage ausgelassen werden. Da nämlich das wahre Sonnenjahrfast genau fordert, dafs in 129 Jahren ein Schalttag ausfalle,oder dafs in 387 Jahren 3 Schalttage ausfallen, so wird diesem^genauen Werthe des Sonnenjahrs auf die bequemste und vonder strengen Richtigkeit wenig abweichende Weiso Genüge ge-leistet, wenn man unter den Secularjahren, mit welchen sichein Jahrhundert schliefst, und welche nach der JulianischenRegel sämmtlich Schaltjahre seyn sollten, nur jedes vierte, näm-lich 1600 , 2000 , 2400 und so ferner Schaltjahre seyn läfst,den übrigen aber (nämlich den Jahren 1700, 1800, 1900, 2100,2200 , 2300 u. s. w.) keinen Schalttag zulegt. Dieses ist diewichtige Anordnung, wodurch der Gregorianische Kalender sogleich von Anfang um 10 Tage vom Julianischen abwich,und sich in der Folge noch weiter von ihm entfernte. Vermögejener im October 1582 weggelassenen zehn Tage traf nämlichder Julianische 5- October mit dem Gregorianischen 15. Octo-ber, der Julianische 1. Januar 15S3 mit dem Gregorianischen11. Januar zusammen. So blieb es bis zum Jahre 1700 ; da aberder Julianische Kalender im Februar 1700 einen Schalttag hatte,welcher im Gregorianischen Kalender fehlt, so war von da an der