GSO
Jahr eszeiten.
Rom.
Petersburg
Januar
6,0° R. . .
. + 0,7“ R.
8,6° R
Februar
6,8 . • .
2,0 . .
* 7,6
März
8,6 . . .
3,9 . .
• 5,o
April
11,1 . . .
. 8,5 . .
+ 1,2
Mai
14,4 . . .
. 12,5 . .
5,7
Juni
17,6 . . .
. 15,2 . .
11,5
Juli
19,6 . . .
. 16,2 . .
14,1
August
19,7 . . .
. 16,0 . .
13,3
September
17,5 . . .
. 13,2 . *.
8,6
October
13,6 . . .
8,1 . .
2,9
November
9,7 .. .
3,1 . .
-r 2,3
December
7,5 .. .
0,8 . .
5,9
Die gröfste Kälte ist überall bald nach dem Anfänge des Jahres,die gvtifste Wärme zwischen dem 20. Juli und 8. August, und zwarin den nördlichen Gegenden am frühesten ; die mittlere Temperaturdes ganzen Jahres tritt ein um den 20- April und um den 20. Octo-ber. Aber obgleich dieser Gang der Wärme ziemlich für die ganzengemälsigten Zonen gilt, so ist er doch nach der Lage der Ortein der Mitte des festen Landes oder am Meere, auf Bergen oderin der Ebne und nach andern Umständen sehr verschieden,
ln der kalten Zone ist die Zunahme und Abnahme derWärme zwar der in der gemälsigten Zone ähnlich, aber derUebergang von einem heftigen und mehr gleichförmig kalten Win-ter zur Sommerwärme erfolgt plötzlicher und auch im Herbstesinkt bei Abnahme der Tageslänge die Wärme schneller, als in
den nördlichen Theilen unsrer gemäfsigten Zone.
© ©
Auf die heifse Zone ist unsere Eintheilung der Jahreszeitengar nicht wohl anznwenden. Die Tageslänge, die auf dem Ae-quator selbst immer der Nacht gleich bleibt, ändert sich auchin den wenig vom Aequator entfernten Gegenden nur unbedeu-tend. Die Aenderungen der Wärme sind ebenfalls viel gerin-ger als bei uns; die Bäume stehen niemals längere Zeit entlaubt,sondern erhalten schon neue Blätter, während die alten Blättersich entfärben und abfallen, Blüthen und Früchte aber sieht manzu jeder Jahreszeit an den Bäumen L Was man in jenen Ge-genden Winter nennt, ist die Regenzeit, und das ganze Jahrtheilt sich dort in zwei Jahreszeiten, die trockne Jahreszeit und
1 Vollmers Gemälde der Tropenländer. S. 216.