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[Fünfter Band. H - K.]
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Inflexion des Lichtes.

bietet, bemerkt Mater, dafs, wenn die matt geschliffene Glas-tafel 12 Zolle weit entfernt war, der Schatten jenes Cylindersanfing weniger dunkel zu erscheinen , und das Mikroskop zeigte,dafs dieses durch eine Menge weifser Lichtlinien, die der Axedes Schattens parallel mit dunklem Linien abwechselten, her-vorgebracht wurde; bei 2 Fufs Entfernung der Glasplatte zeigtensich die schwarzen und hellen Streifen schon dem blofsen Au"e.und man erkannte zwei schwarze den Schatten beorenzende

Ü

Linien, daran zwei helle Linien im Innern des Schattens, andiese grenzten noch zwei dunkle Linien und dann ein heller• Raum in der Mitte. Bei etwas vermehrtem Abstande zeigen sichdie weifsen Streifen als farbige, die schwarzen Grenzlinien desSchattens werden matter und lliefsen mit dem Weifs zusammen,aufserhalb der Schattengrenze aber zeigen sich die oft erwähntenden Schatten umgebenden Farbenstreifen. Da bei dickeren Cy-lindern mehrere helle und dunkle Linien in dem Schatten vor-handen zu seyn schienen, die sich aber undeutlicher zeigten,so fand Mater es besser, die Strahlen nicht auf ein matt sie-schliffenes Glas , sondern geradezu auf eine Linse von 2 bis3 Zoll Brennweite fallen zu lassen; damit das Auge nicht ge-blendet werde, wurde es mit einem dunkeln Glase beschütztund dann zeigten sich bei richtiger Stellung der Linse sechs undmehr Streifen.

Die Versuche mit dem durch einen schmalen Spalt durch-celassenen Lichte bieten nichts Neues dar. Was di'e Ursachen

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der Erscheinungen betrifft, so glaubt Mater , man könne zwareine anziehende und eine abstofsende Kraft als zugleich wirkendannehmenr, aber es sey natürlicher anzunehmen, dafs einige Licht-theilchen aus einem mechanischen Grunde ohne eine eigentlichabstofsende Kraft von ihrem Wege abgelenkt werden. So näm-lich, wie bei dem Anstolsen eines flüssigen Körpers an einenfesten einige Theilchen ihre Richtung behalten, andere dage-gen abgelenkt werden , so könnte es auch hier statt finden.

An diese Versuche und Erklärungen Mayer’s schliefse ichPaurot’s Erklärung der Erscheinungen an *. Nach Parrothaben sie blofs ihren Ursprung in der ungleichen Erwärmungdes die Körper umgebenden Medii. Allerdings läfst sich wohl• glauben, dafs allemal, und vorzüglich einem starken Lichte

1 Theoretische Physik. II. 224. G. LI. 247.