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Inflexion des Lichtes.
ctrum von 51' bis 89% etwa 38’ breit folgen sollen, wenn nichtdas dritte Violett schon 12' näher bei der Mitte angefangen undsich daher mit dem Roth gemischt hätte.
Erst in einer spätem Abhandlung 1 hat Fraunhofer, daraufaufmerksam gemacht, dafs die Zahlen, von denen ich hier zwei= Dund = H(y-(-d) mitgetheilt habe, gleich sindder Länge der Lichtwellen in der von Young und Fresnel an-genommenen Theorie, und hier genau die Länge derjenigenLichtwellen ausdrücken, die ganz bestimmten Theilen des Far-benbildes entsprechen. .
Warum hier die Farbenbilder genau so, wie das blofseAuge sie sehen würde, erscheinen, ist leicht zu übersehen, wennwir zuerst bei der Vorstellung stehen bleiben, als ob wir blofsdie durch Beugung abgelenkten Lichtstrahlen zu verfolgenbrauchten. Waren nämlich die auf das Gitter auffallenden Strah-len unter sich parallel, so sind auch die von allen einzelnenFäden des Gitters ausgehenden violetten Strahlen der erstenOrdnung unter sich parallel, und als parallel auf das Objectivdes Fernrohrs gelangend vereinigen sie sich in einem , ihremAblenkungswinkel gemäfsen, Abstande vom Brennpuncte nebendiesem, und eben das gilt von den rothen Strahlen der erstenOrdnung, von den violetten der zweiten Ordnung und so fer-ner. Waren die auffallenden Strahlen nicht genau parallel, sobefanden sich diese Vereinigungspuncte doch immer noch nebendem Tuncte, wo das gewöhnliche Bild jener nur wenig diver—girenden Strahlen entsteht, und das Fernrohr mufste daher, umdie Farbenstreifen ganz deutlich zu erkennen, genau ebensoausgezogen werden, wie es nöthig warj um jenen divergiren-den Strahlen angemessen zu seyn ; darauf beruht es, dafsFRAUX-hofer das Ocular des Fernrohrs so stellen mulste, wie es nö-thig war, um die Oeffhung am Heliostat ganz scharf Zusehen;bei dieser Stellung waren auch die Farbenstreifen vollkommendeutlich.
Um die Beobachtung auf die Interferenzen zurückzuführen,mufs man Folgendes überlegen. Wenn die Strahlen, die zu-nächst um den Mittelpunct des Objectivs einfallen, allein dawären, so hinge die Bestimmung der Lage eines l’unctes,(wel-cher durch den zusammenwirkenden Einllufs eines duecteji und
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