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Inklinatorium.
3- in horizontaler Lage um ihr Centrum eine gleiche Anzahl vonSchwingungen vollenden , so geben uns die Quadratzahlen die-ser Schwingungszeiten drei Gröfsen an die Hand, aus derenVerhältnissen wir nach den Lehren der Trigonometrie den Nei-gungswinkel i bestimmen können. Es ist nämlich, wenn wirdie magnetische Kraft ca in der Richtung der Neigungslinie mitM, ihren verticalen Theil da mit P, den horizontalen cd mitH bezeichnen,
(1) M : P = 1 : Sin. i;
(2) M : H = 1 : Cos. i; und
(3) H : P = 1 : Tg.i.
Da nun die Quadrate der entsprechenden Schwingungszeiten m,p, h diesen Kräften umgekehrt proportional sind, so ist
Sin. i = —-; Cos. i =— 1 •
m*
T 7
, . h*
, und Tg. i = — •
Ein Beispiel möge dieses zu erläutern dienen. Im September1821 machte Capt. Sabine 1 in London folgende Beobachtungen:Im Meridiane machte eine wohl abgeglichene Neigungsnadel 70Schwingungen in 260,25 Zeitsecunden ; senkrecht auf demsel-ben brauchte sie dazu 268,38 Sec. und in der horizontalen Lage445,5 Sec. Man hat also
Log. m = 2,41539 . 2,41539 Log. p =2,42875
Log. p = 2,42875 Log. h = 2,648S5 . 2,64885
9,98664 "9,76654 9,77990
multipl. mit 2 = 9,97328 9,53308 9,55980
Log. Sin. (i = 70° 6',5) Log. Cos. 70° 2',8 Log. Tg. 70° 2',2.Der blofse Anblick der Figur zeigt, dafs die erste dieser Me-thoden, die von La Place herriihrt, desto genauer wird, je ge-ringer die Neigung ist; daher sie vorzüglich für geringe Breitensich eignet. Die zweite, die von Sabine zuerst ausgeführtwurde , ist dagegen in hohen Breiten zu empfehlen. Die dritte,von Coulomb zuerst vorgeschlagen, palst am besten für mittlereNeigungen.
Beiden Versuchen selbst ist Folgendes zu beobachten: 1.Die Nadel, die man schwingen läfst, mufs möglichst gut aecpii-librirt seyn. Man erreicht dieses entweder durch ein angesteck-tes Kreuz mit vier Kugeln, oder nach^S abine^ Beispieledurch einen am leichteren Schenkel umgebundenen Seidenfaden,
1 Philos. Trans, f. 1821 und G. LXXVI. 17.