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[Fünfter Band. H - K.]
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Interferenz.

nungen eben dieses bewirken müssen, dagegen Wird da, woder verdichtete Theil einer Schallwelle mit dem im verdünntenZustande befindlichen Theile einer zweiten Welle zusnmmen-trifft, eine Interferenz, eine Unterbrechung der aus abwech-selnden Verdichtungen und Verdünnungen bestehenden Vibra-tionen statt finden. Gäbe es einen Punct, wo von zwei Punctenausgehende Schallwellen sich fortwährend so träfen, dafs alle-zeit die verdichtete Hälfte der einen mit der verdünnten derandern und umgekehrt gleichzeitig ihn erreichte, so würde manin diesem Puncte gar keinen Schall hören, das gleichzeitigeEintreffen zweier gleichen Schallerregungen würde keine Ver-stärkung, sondern ein gegenseitiges Auslöschen bewirken. EineVerstärkung des Schalles durch zusammentrefiende Schallwellenkannte man lange in dem Mitklingen eines tieferen Tones,wenn zwei höhere angegeben werden. Wenn man auf einerrein gestimmten Orgel zwei Pfeifen tönen läfst, deren eine diehöhere Quinte der andern angiebt, so hört man zugleich dietiefere Octave der tiefsten von beiden als mittönend. Die Ton-lehre nämlich zeigt, dafs wenn ein Ton irgend eine Anzahl vonSchwingungen in gegebener Zeit macht, so ist fiir die höhereQuinte die Anzahl der Schwingungen anderthalbmal so grols; estrifft daher jede zweite Schwingung des einen Tones mit jederdritten Schwingung des zweiten zusammen, und unser Ohrempfindet, aufser den beiden angegebenen Tönen, noch eine ingleichen Zeiträumen, in Zeiträumen doppelt so lang, als siebeim ersten Tone, dreimal so lang, als sie beim zweiten Tonesind, eintretende Verstärkung, welche wegen ihrer in gleichabgemessenen Zeiträumen statt findenden Wiederkehr als einTon, und wegen der nur halb so oft als beim ersten Tone ein-tretenden Wiederkehr als tiefere Octave dieses ersten Tones ize-

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hört wird.

Eine Unterbrechung des hörbaren Tones giebt ein Ver-such, den man mit tönenden Stäben oder mit der Stimmgabelanstellen kann. Wenn man eine gewöhnliche Stimmgabelp. während ihres Tönens in verticaler Richtung vor dem Ohre185 .hält, und so um ihre Axe drehet, dafs bald die Seite ab, balddie Seite fic dem Ohre zugewandt ist, so hört man den Tonfast genau gleich, das Ohr mag sich in einer auf a b oder ineiner auf b c senkrechten Linie befinden; ist dagegen das Ohrin einer Richtung, welche ungefähr in der Mitte zwischen