Band 
[Fünfter Band. H - K.]
Seite
784
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Inter ferenz.

ein Achttausendstel einer Linie ist, mufs qep »ehr klein seyn,damit ep eine merkliche Gröfse erhalte.

Dafs der leuchtende Punct A so viel als mtiglich auf einenwirklich geometrischen Punct beschränkt werden mufs, läfstsich hiernach gleichfalls leicht übersehen ; denn bei einem ir-gend erheblich großen leuchtenden Körper verdecken die demeinen Puncte desselben zugeheirenden Lichtverstärkungen diedunkeln Stellen, die dem andern Puncte entsprechen würden.Endlich ist auch der Umstand, dafs dieser leuchtende Puncteine Reihe heller Streifen hervorbringt, leicht zu erklären, Dasnämlich, was die Figur als in einer einzigen Ebene vorgehenclvorstellt, ereignet sich ja nicht in dieser Ebene allein, sondernwenn wir uns die Ebenen der Spiegel DG, CD als auf der Ebenedes Papiers senkrecht stehend denken, so liegt ein wenig vorund hinter der Ebene.des Papiers neben M ein Punct, dernahe neben e eine Lichtverstärkung hervorbringt, und nebenF ein Punct, welcher nahe neben 1 eine Zerstörung des Lichtshervorbringt, und so müssen Lichtstreifen senkrecht auf derRichtung, in welcher sie an einander gereihet sind, erscheinen.

Als Beispiel, wie die Interferenzen auch andere Phänomeneerklären, will ich hier nur bei den Newtonschen Farbenringenverweilen, und die Erklärung anderer Phänomene ira ArtikelLicht , wo die Undulationstheorie vollständiger erklärt werdenmufs, mittheilen. Wenn man ein an der untern Seite wenigconvexes Glas auf ein ebenes Glas legt, so zeigen sich um denPunct, wo die untere Platte die Kugelfläche des convexen Gla-ses berührt, farbige Ringe, welche bei auffallendem weifsenLichte alle verschiedenen Farben zeigen 1 . Um jetzt nur deneinfachem Fall zu betrachten, will ich das auffallende Licht alseinfarbig ansehen, damit nicht von einer ungleichen Länge derp. Lichtwellen die Rede zu seyn brauche. Es ist bekannt, dafsein in A B auffallender und in B die untere Oberfläche des einenGlases erreichender Lichtstrahl hier eine theilweise Reflexionerleidet, so dafs also Lichtwellen von B ausgehend nach derGegend A zurückgelangen, aber auch von dem bei B nach Czu fortgehenden Lichte wird in C ein Theil zurückgeworfen,und die von B und C nach einerlei Richtung zimickgehendenLichtstrahlen müssen also einander verstärken oder schwächen,

1 Art. Anwandlungen.