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[Fünfter Band. H - K.]
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Schon Gehler 1 bemerkte dieses, und so viel auch seitdem fürdie Erweiterung der Naturkunde geschehen ist, so hat doch dervorliegende Gegenstand in diesem Zeiträume keine nähere Auf-klärung erhalten, ja es sind mir selbst aus den zahlreichen Zeit-schriften kaum neue Erfahrungen bekannt geworden 1 2 . Vermuth-lich hat daher Vorurtheil und Täuschung manches geschaffen,was bei näherer Untersuchung sich nicht bestätigt.

Unter Irrlichtern versteht man gemeiniglich kleine Flämm-chen , welche nicht hoch über der Oberfläche der Erde zumVorschein kommen, eine hüpfende, unruhige Bewegung zeigenund schnell wieder verschwinden. Meistens sollen sie an der-selben Stelle, wo das erste zum Vorschein kam, sich wiederholtzeigen, auch in gröfserer Zahl an den geeigneten Orten. Insbe-sondere Kirchhöfe, sumpfige Gegenden, Moore und solche Plätze,auf denen gestorbene Thiere verwesen, sind diejenigen Orte,wo sie am häufigsten beobachtet wurden. Dafs sie namentlichauf Kirchhöfen oft gesehen sind, mufs ich nach dem Zeugnisseeines vorurtheilsfreien und wahrhaften Mannes glauben, wel-cher mir wiederholt erzählte, dafs er sie in seiner Jugend beimBesuche der Frühschule dort häufig gesehen habe; auffallendaber scheint es mir, dafs ich selbst bei aller Aufmerksamkeit aufdieses Phänomen nur einmal ein solches Licht gesehen habe,ohne wegen zu weiter Entfernung mit Gewifsheit gegen Täu-schung gesichert zu seyn. Man hat nach Volta 3 * S diese eigent-lichen Irrlichter für kleine Massen Phosphorwasserstoffgas ge-halten , welches allerdings aus vereinten vegetabilischen undthierischen modernden Körpern entbunden wird. Nach seinerAnsicht sollte zwar dieses Gas nur Sumpfluft (Kohlenwasser-stoffgas) seyn , welche er mit etwas atmosphärischer Luft ver-bunden leicht auch durch den elektrischen Funken entzündenkonnte, und die Entzündung desselben war er dann geneigtauch bei den Irrlichtern von derElektricität abzuleiten. Gehlerwendet jedoch hiergegen ein, dafs die Irrlichter eigentlich nurleuchten, ohne zu brennen , und ist daher geneigt, sie für Wir-

1 Wörterb. T. II. S. 692.

2 Gilbeht in seinen Ann. LXX. S. 225. klagt, dafs er nirgends

glaubhafte neuere Beobachtungen über diese Phänomene finde, wes-

wegen er geneigt sey, ihre Eisisfenz ganz zu leugnen,

S Lettere sull’ aria inilammabiie nativa delle paludi. Comol776.8.V. Bd. Eee