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[Fünfter Band. H - K.]
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Kadmium.

werden , dafs die tropischen Regen in einerlei Parallelhreise derErde ziemlich gleichzeitig entstehen und also auch dem entfern-ten Beobachter als dunkle Gürtel um die Erde erscheinen mfijien;mit den Nebeln der Polarzonen mag es, wenigstens über derOberfläche der Meere, ziemlich ebehso seyn.

Dafs Jupiter eine Atmosphäre hat, ist schon aus dem Vori-gen gewifs; es erhellet überdiefs ans der minder deutlichen Sicht-barkeit der Streifen und Flecken in der Nähe des Randes, wodie Gesichtslinie länger durch die Atmosphäre fortgeht, und ausder Veränderung der Gestalt der hinter den Jupiter tretendenMonde, wo die Refraction in der Atmosphäre des Flaneten sieabgeplattet zeigt 1 . B.

Iv a d m i u m.

Cadmium ; Cadmium; Cadmium. Dieses 1818 vonStromkteh und Hermann entdeckte Metall findet sich in vie-len Zinkerzen , jedoch nur in kleiner Menge.

Es krystallisirt leicht in Oktaedern, ist weich, jedoch här-ter als Zinn, läfst sich in diinne Platten ausbreiten und zuDraht ziehen ; es zeigt einen hakigen Bruch und nach demSchmelzen ein specifisches Gewicht von 8,6 bis 8,7, nach demHämmern von S,7 bis 9,0; es schmilzt Unter der Rothglühhitzeund verdampft etwas über 360°, ohne dabei einen besondernGeruch zu verbreiten.

Die einzige Verbindung des Kadmiums mit Sauerstoff istdas Aadmiumoxyd (56Kadmium auf 8Sauerstoff,). Es ist braun-gelb oder rothbraun und in der heftigsten Weifsglühhitze wederSchmelz - noch verdampfbar. Mit Wasser bildet es ein weifsesHydrat. Seine Verbindungen mit Säuren sind meistens farblosund zeigen brechenerregende Wirkung; Zink fället aus ihnen me-tallisches Kadmium; Hydrothionsäure fället daraus das Schwe-felkadmium. Das salpetersaure, salzsaure und schwefelsaureKadmiumoxyd schiefst in wasserhellen Säulen an , Krystallwas-

1 Berl. Jahrb. 1817. S. 186. Zar Berechnung der Stellungen desJupiter dienen die Tables astronomiqucs publiäes par le bnreau deslong. de France, contänans les Tables de Jupiter, de Saturne et d’Ura-nus, construites d’aprds la thäorie de la mecauique cäleste par M. A.Bouvard. Paris 1821.