Kalender.
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die Ostergrenze an, obgleich er vor der Nachtgleiche eintrat.Als einen wahrscheinlichen Grund für die Regel der römischenKirche, das Osterfest nicht später als am 21. April zu feiern,giebt Ideler nach einer sich darauf beziehenden Stelle ausPiio-sfeii’s Chronikon an, dafs die Circensischen Spiele am II. anteCalendas Maji, an dem angeblichen Tage der ersten GründungRoms, noch immer gefeiert wurden, und dafs diese unmöglichin der Charwoche gefeiert werden konnten.
Erst dem Bischof Dionysius Exiguus gelang es, ums Jahr525, die Anordnung der Osterberechnung nach dem 19j'ährigenCyklus alltnalig auch in den abendländischen Kirchen einzufüh-ren, so dafs endlich, nachdem bei den Britten Bf.da um 710 dieEinführung derselben Berechnung befördert hatte, die sämmtli-chen christlichen Kirchen gegen das Ende des achten Jahrhun-derts in diesem Puncte einig waren.
Man glaubte mit dieser Dionysischen Anordnung nun fiirimmer auszureichen, bedachte aber nicht, dafs weder die Julia-nische Einschaltung, noch die Osterperiode im strengsten Sinnsgenau sey. Den Fehler, welchen die um U' JO" vom wahrenJahre abweichende Länge des Julianischen Jahres hervorbrachte,habe ich im Art. Jahr näher betrachtet; aber hier kommt auchder zweite Umstand, dafs der 19jährige Cyklus von 235 svno-dischen Monaten um 1 St. 281 Min. zu kurz ist, in Betrachtung.Wegen des ersten Umstandes traten die Nachtgleichen alle 128Jahre um 1 Tag früher ein, wegen des letzten mufsten die Neu-monde alle 310 Jahre um 1 Tag (indem ^^!^ = 23 h 59'52")
früher kommen. Jene Regel zur Bestimmung des Osterfestesward daher immer minder richtig, und nachdem schon frühermehrere Gelehrte hierauf aufmerksam gemacht hatten, suchte derPapst Ghegorius XIII. durch seine Kalenderverbesserung auchdieser Unsicherheit abzuhelfen. Hierzu diente diejenige allmä-lige Abänderung des Epakten - Cyklus, welche Lieius in Vor-schlag brachte. Die Epakte sollte jedesmal das Alter des Mon-des am Neujahrstage angeben, und man setzt sie daher I, wennder Neumond am 31. Dec. statt gefunden hat. In diesem Fallekommt nach der Abwechselung der Monate von 30 und 29 Ta-gen auf den 30. Jan., 28. Febr., 30. März, 28. April u. s. w.ein Neumond und alle diese Tage siud im immerwährendenT. Bd. Ggg