Keil.
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letzteren O =-- 2270 ff. Die hier erhaltenen Re-
2. Sin. 15°
sultate sind gewifs nicht übertrieben und die Bestimmungen,mit Ausnahme des allezeit unsichern ReibungscoefRcienten, hin-länglich senau, insbesondere ist die Kraft des Stofses nicht zugrofs angenommen, da die Erfahrung lehrt, dafs durch schwereHämmer von 8 bis 10 oder 12 ff. Gewicht starke eiserne Keilezerschlagen werden. Hutton 1 sagt daher mit Recht, dafs dasschwerste Schilf vermittelst eines unter dasselbe getriebenen Kei-les Gehoben werden kann.
Bisher ist unter dem Widerstande, welchen der Keil zu über-winden hat, nur der Druck gegen seine Seiten verstanden worden.
In der praktischen Anwendung hat jedoch die Schärfe des Keilesoft ein widerstehendes Hindernifs zu durchschneiden, welcheseinen desto gröfseren Aufwand von Kraft erfordert, je härterder zu trennende Körper und je stumpfer die Schneide des Kei-les ist. ln allen Fällen ist daher der mechanische Effect desKeiles um so gröfser, je geringer seine Höhe im Verhältnifs zuseiner Länge und je feiner seine Schneide ist, jedoch läfst sichbeides nicht so weit treiben, dafs der Keil die erforderlicheStärke verliert. Uebrigens können Messer, Degen, Säbel, Beile,Hacken, Pflugscharen, Stemm-, Hebel- und Dreh-Stahle, Grab-stichel , Nägel, Nadeln u. v. a. zum Keile gerechnet werden 2 3 4 .
Um das angegebene Gesetz der Wirkung des Keiles durcheinen Versuch zu prüfen, hat Musschenüroek 3 einen Apparatan°eeeben, welcher durch Langsdorf 4 etwas abgeändert undGomphometer (von yöpq.o$ Keil) genannt worden ist. An den ump| gihreAxen leicht beweglichen Scheiben a, b sind die gleichen He-ä01beiarme ad, ag, bd', bh rechtwinklig angebracht, so dafs die Ge-wichte Q, Q' mit ihrer ganzen Kraft die leicht beweglichen Wal-zen oder Rollen g, h gegen die Seiten des Keiles drücken undnach dem Verhältnifs des Winkels, welchen diese einschliefsen,den durch das Gewicht P herabgezogenen Keil am Herabsinken
1 A Course of Mathematica cet. Lond. 1811. II. p. 1S6.
2 Die Theorie des Keiles findet man in allen Lehrbüchern derMechanik und der mechanischen Physik, weswegen es überflüssig ist,die Literatur einzeln anzugeben.
3 Introd. §. 466. T. I. p. 133.
4 Handbuch der gemeinen und höheren Mechanik. S. 213.
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