Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Klima.

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Winde gemildert wird; auf ihnen sammelt sich das Wasser der

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Ilydrometeore, welches dann den Quellen dauernde Nahrunggiebt, die hierdurch gespeiseten Flüsse bringen verhältnifsmäfsigkälteres Wasser in die Ebenen und bedingen deren Fruchtbar-keit. Bei einigen Bergzügen ist es sehr auffallend, wie sehr siegerade diejenigen Winde, welche Regenwolken herbeiführen,zurückhalten, so dafs letztere sich blofs an der einen Abdachungder Gebirge ihrer Feuchtigkeit entladen und zwei durch eineBergkette getrennte Länderstrecken sich durch ungleiche Gradeder Feuchtigkeit sehr unterscheiden. Endlich scheint es mir

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nicht zweifelhaft, wenn es gleich bisher nicht durch eigentlicheMessungen hinlänglich constatirt ist, dafs die Menge des atmo-sphärischen Wassers, welche auf grofse Gebirgsmassen heTabfällt,gröfser ist, als bei einem gleichen Flächeninhalte ebener Gegenden.Hieraus scheinen mir z. B. namentlich die häufigen und meistensplötzlichen Ueberschwemmungen der Donau erklärlich, welcheden gröfsten Theil der von der nördlichen Abdachung der Al-pen kommenden Flüsse, die Iller, den Lech, die Isar, den Inn ,die Traun, die Ens, die Raab , die Drave und Save aufnimmtund durch deren plötzliche Anschwellungen zu keiner Jahreszeit,aufser im Winter , gegen verheerende Ueberschwemmungen ge-sichert ist, statt dafs dagegen der Rhein und die Weichsel , wel-che nach ihrem Ursprünge nicht so viele eigentliche Gebirgs-flüsse aufn'ehmen , aufser dem Frühlingsschwellen eine weit con-stantere Höhe haben. Auf den Spitzen hoher Berge ist das Kli-ma nicht anders, als die Flöhe über der Meeresfläche und diehieraus folgende gröfsere Kälte mit sich bringt, dagegen zeigendie Hochebenen durch ihre klimatische Beschaffenheit nicht blofsden Einflufs der gröfseren Höhe, sondern die beim Durchgängedurch die dünneren Luftschichten ungeschwächten Sonnenstrah-len bewirken daselbst eine gröfsere Wärme, welche mit stärke-rer Kälte während der Nacht wechselt, und aufserdem erreichendie schwereren Regenwolken jene Flöhe nicht; die Berge sinddaher nicht blofs Wetterscheiden, wie denn noch namentlich imSommer 1828 in Italien die auffallendste Dürre, in Deutschland anhaltendes Regenwetter herrschte, sondern zuweilen ist auf denhohen Bergebenen heiteres Wetter, wenn im tiefem Lande eineMenge Regen fällt.

Das Thalhlima ist auf allen Fall ein eigenthümliches. Inheifsen Gegenden unterscheiden sich die Thäler durch eine grö-