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Klima.
fseie Kühle in Folge der kalten Luftströmungen, die von denSpitzen der begrenzenden Berge in 6ie herabsinken; die überwaldige Bergrücken hin bewegte Luft ist milder, in den Thä-lern sammelt sich die Feuchtigkeit der Quellen, meistens werdensie von Bächen oder Flüssen durchströmt, welche Fruchtbarkeiterzeugen, und sie eignen sich daher vorzugsweise zum Aufent-halte der Menschen und Thiere , weswegen man in eigentlichenBerggegenden die Thäler fast allein bewohnt findet. Unter nie-deren Breiten, bei dem höhern Stande der Sonne, ist die Lageder Thäler gegen die Weltgegenden von gar keiner oder nur ge-ringer Bedeutung, der Einllufs hiervon wächst aber mit zuneh-mender Polhöhe: unter mittleren und etwas darüber liinausse-henden Breiten ist derselbe daher schon so merklich, dafs aufder nördlichen Halbkugel die südlich gerichteten Thäler warmund höchst fruchtbar, die nach Norden liegenden dagegen kaltund unfruchtbar sind; in Norwegen namentlich reifen in sonni-gen und gegen den Einllufs der Winde gänzlich geschützten Thä-lern feinere Obstsorten, wo an der Nordseite selbst die Cerea-lien nicht fortkommen. In den Thälern sind die Extreme derTemperaturen bei weitem nicht so grofs, als in den dicht unterihnen liegenden Ebenen, weil sie durch Schatten und belaubteUmgebungen gegen die grelle Hitze, durch die einschliefsendenBerge aber wieder gegen den Einllufs der kalten Winde geschütztsind. Zugleich aber ist das Thalklima im Allgemeinen ein un-beständiges , insofern sich in den Thälern leicht die kälterenLuftmassen von den Bergspitzen und die wärmeren aus denEbenen mischen und hierdurch unmittelbar wässerige Nieder-schläge erzeugen, oder die Gewitter, welche vorzugsweise anden Spitzen hoher Berge gebildet werden , in sie herabsinken.Werden einige Theile derselben durch die Sonnenstrahlen vor-zugsweise erwärmt, so dafs die leichtere Luft daselbst aufsteigt,so erzeugt dieses eigenthümliche Winde, welche zuweilen täg-lich, zuweilen in längeren Perioden regelmälsig wechseln undnicht selten mit bedeutender Stärke, ohne Rücksicht auf dieübrige allgemeine Luftströmung, wehen. Auch ohne diese spe-ciellen Bedingungen sind die Thäler in gewissem Sinne Wind-fänge, weswegen auch nach ihrer Richtung und der Lage der sieeinschliefsenden Berge gewisse Winde einzig oder vorherr-schend, meistens aber unausgesetzt, in ihnen angetroffen wertien.Endlich lagern sich in den Thälern gern die Nebel und machen