Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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K lim a.

ginnt im April, wird aber erst im Juni vollständig, weil der-selbe bei trockner Luft durch Verdunstung schwindet. DerSchnee fällt meistens in feinen Nadeln, ist staubartig und wirddurch den Wind stark fortgetrieben, ja selbst durch die Fugender hölzernen Häuser gejagt, ln den Sommernächten ist es an-genehm warm, aber die Insecten sind sehr beschwerlich. Au-ßerdem hat die Insel oft dicke Nebel, welche vom Oceane lier-kommen und im Mai und October sehr häufig sind, wogegen dieHeiterkeit des Himmels in den Sommermonaten selten durch He-gen unterbrochen wird. Viele von diesen klimatischen Erschei-nungen werden dadurch erklärlich, dafs das Meer um die Inselwesen der Strömungen aus dem rolartneere stets sehr kalt ist.Es findet dieses in einem so auffallenden Grade statt, dafs dasBaden in der See dadurch unmöglich wird und nur an solchenOrten geschehen kann, wo das wärmere Wasser aus den Flüssendie Temperatur des Meerwassers mildert.

Als ein Beispiel des Klima’s hoher Bergebenen ( Plateaux )dient insbesondere das der Hochebene von Quito , welche 8000 F.über der Meeresiläche weit ausgedehnt liegt und wo deswegenFrostkälte unter dem Aequator eintritt. Diese Kälte dauert vomMai bis zum November und die Früchte erlangen die letzte Reifedurch den Frost am hellen Tage im Mai. Die gröfste Kälte dortist etwa — 3° C. und die Temperatur oft so gleichbleibend, dafsdas Thermometer wohl 10 bis 20 Tage stets 0° zeigt. Die Wet-terveränderungen daselbst sollen nach Don Ulloa von den Süd-winden abhängen. Sind diese nur mäl'sig stark, so treiben siedie Wolken gegen die Erhebung, und im flacheren Lande istRegen oder Nebel, wenn oben heiterer Sonnenschein herrscht;wehen aber jene Winde stärker, so treiben sie die Wolken bisauf die Hochebene und dort entsteht liegen 1 .

Nicht selten sind die Klimate zweier sehr nahe gelegenenGegenden sehr von einander verschieden, nicht sowohl wegenungleicher Höhe über der Meeresiläche, welches unter die be-kannten und nothwendigen Bedingungen gehört, als vielmehr,weil benachbarte Berge einen Schutz gegen die Winde gebenund somit den Einilufs von diesen auflieben. Am bekanntestenin dieser Hinsicht ist die schon erwähnte Nord- und Südseiteder Gebirgszüge, aber ein anderes sehr auffallendes Beispiel giebt

1 Yergl. v. IIchboldt Reis. Th. I. S. 338. u. a. a. O.