Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Klima.

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Das Klima auf ausgedehnten Uteeren unterscheidet »ich blofsdurch eine mehr gleichbleibende Temperatur, indem die Luftüber denselben stets feucht ist und die anderweitigen Bedingun-gen, welche auf dem Lande als modificirend erkannt worden sind,mit Ausnahme einiger periodischen Winde, dort fehlen. Etwasbedingend sind aufserdem die gröfseren Meeresströme und dieMenge des vorhandenen Eises in den Polarmeeren.

Die Klimate der verschiedenen Gegenden sind im Allge-meinen und der Regel nach stets gleichbleibend, schwanken in-del's mit grölseren oder geringeren Abweichungen um ihre mitt-lere Beschaffenheit. Insbesondere sind die mittleren Tempera-turen und Regenmengen zwar alle Jahre einander ziemlich gleich,inzwischen unterscheiden sich dennoch die kalten und gelinden"Winter, die heifsen und kühlen Sommer an den nämlichen Or-ten so sehr von einander, dafs ausnahmsweise in einzelnen Jah-ren Bäume erfrieren, welche viele Jahre hindurch das Klimaertrugen, und dafs selbst in verschiedenen Sommern nicht blofs

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der Wein, sondern selbst die Cerealien milsrathen. Von gro-isem Einflüsse ist dabei die Verkeilung der Wärme und Feuch-th'keit auf die einzelnen Jahreszeiten. Es können nämlich die

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mittleren Temperaturen und Regenmengen im ganzen Jahre sicligleich bleiben, und dennoch ist die klimatische Beschaffenheiteine ganz verschiedene , wenn auf einen gelinden Winter eirtkühler und regnerischer Sommer folgt, als wenn, der letzteredurch Flitze und Trockenheit die Menge des Schnees und - dieheftige Kälte des ersteren compensirt. Mehr als die mittlerenTemperaturen wechseln übrigens die Regenmengen *, wie haupt-sächlich aus der svöfseren oder seriimeren Ergiebigkeit der One!-len hervorgeht, auch hat Gay-Lussac durch Vergleichung viel-jähriger Beobachtungen aufgefunden, dal's die Regenmengen zu-weilen in langen Perioden eine stete Zunahme und dann wiederAbnahme zeigen. Solche klimatische Wechsel sind zwar allen Ge-genden eigen, vorzugsweise aber denen unter höheren Breiten,indem die unter niederen weit gröfsere Beständigkeit zeigen. Inmanchen Gegenden der nördlichen Halbkugel ereignen sich aufser-dem nicht selten sehr auffallende plötzliche Wechsel der Tempera-tur, welche 10 bis 20 Grade der jumderttheiligen Scale betragenund womit dann anderweitige Folgen notlnvendig verbunden sind.

1 Tergl. Art. Rrjzn.