Kohlenstoff.
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über dem Siedepuncte des Quecksilbers, zeigt keinen deutlichsäuern Geschmack und wirkt zu 2 Granen nicht giftig auf kleineThiere. Sie löset sich wenig in Wasser und schiefst daraus inwasserhaltenden, durchsichtigen, schiefen rhombischen Säulenan 5 in kochender Salpetersäure und Schwefelsäure löset sie sichohne Zersetzung. Die cyansauern Salze verpuffen nicht in derHitze und werden durch Erhitzen mit Wasser nicht zersetzt.
Die Blausäure (26 Cyan auf 1 Wasserstoff) findet sich be-reits gebildet und mit flüchtigem Oele verbunden in denjenigenPJlanzentheilen , welche einen Bittermandel - Geruch und Ge-schmack besitzen. Man stellt sie theils durch Destillation desblausauern Eisenoxydul - Kali’s mit wässeriger Schwefelsäuredar, theils durch Destillation des Cyanquecksilbers mit Salzsäureoder Hindurchleiten von hydrothionsauerem Gas durch in Wassergelöstes Cyanquecksilber. Im durch Chlorkalium entwässertenZustande ist sie eine wasserhelle Flüssigkeit, von 0,7 specifi-schem Gewichte, deren Siedepuuct schon bei 26,5° C. liegt,
Lackmus kaum röthend , von starkem Bittermandel-Geruch, ei-genthiimlich bittermund scharfem Geschmack und höchst giftiger,narkotischer Wirkung. Die Blausäure verbrennt, an der Luftentzündet, mit Flamme zu Wasser, kohlensauerem und Stickgas.
Sie bräunt und verdickt sich bei längerem Aufbewahren unterBilduna von Ammoniak und von einer braunen Substanz, demStickkohlenstofF. Die Blausäure mischt sich nach jedem Ver-hältnifs mit Wasser und Weingeist. Sie liefert mit den Salz-basen die blausauern Salze, welche oft schon beim Krystallisi-ren oder gelinden Erwärmen in Cyanmetalle übergehen undwelche grofse Neigung haben, sich unter einander zu blausauernDoppelsalzen zu vereinigen, von denen das blausaure Eisen-oxydul-lvali das bekannteste ist.
Das Einfach-Chlorcyan (26 Cyan auf 35,4 Chlor) kry-stallisirt bei — 1 S° C. in langen durchsichtigen Nadeln, schmilztbei— 12 bis 15° C., ist bei gewöhnlicher Temperatur gasför-mig und zeigt bei -f- 20° eine Spannung von 4 Atmosphären.
Es riecht unerträglich und erregt Thränen, es wirkt sehr ätzend
auf die Ilaut und ist höchst giftig. Das Doppelt - Chlorcyan
(26 Cyan auf 70,S Chlor) krystallisirt in weifsen glänzenden t
Nadeln von 1,32 specilischem Gewicht, bei 140° C. schmelzend
und bei 100° siedend j es riecht nach Chlor und nach Mäusen,