Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Arten derselben.

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allgemeine und scharfe Feststellung des damit zu verbindendenBegriffes vielen und grofsen Schwierigkeiten unterworfen, wel-ches hauptsächlich auf der Vielfachheit seiner Anwendung be-ruhet. Man sagt nämlich, die Kraft des Geistes und Verstandes,die Kraft der Gesetze, der Gewohnheit, die Kraft des Lichtes,eines Menschen, des Schiefspulvers, eines Rammklötzes u.s.w.,und bedient sich also dieses Ausdruckes bei geistigen und kör-perlichen, lebenden und leblosen Gegenständen. Die gewöhn-liche Definition, wonach Kraft alles dasjenige bezeichnet, wasBewegung erzeugt oder hindert und ändert, ist zunächst ausder Mechanik entnommen, aber es fragt sich, ob sie alle Anwen-dungen des Wortes umfafst. Werden diese in ihrem ganzenUmfange genommen, so genügt die gegebene Definition nicht»sondern das Wort Kraft bezeichnet jede Ursache irgend einerWirkung, welche diese notlnvendig erzeugt und durch dieGröfseder letzteren mefsbar ist. Hiernach sind dann die Kräfte zwei-facher Art, nämlich geistige und der Materie inhärirende , wo-von die ersteren durchaus nicht in das Gebiet der Physik gehörenund daher auch bei allen nachfolgenden Untersuchungen undBestimmungen überall nicht berücksichtigt werden 1 ; Auch dieder sinnlich wahrnehmbaren Natur eigentlüiiplichen Kräfte sindaufserordentlich vielfach, bewirken, hindern und modificirenwohl ohne Ausnahme Bewegung, und auf diese pafst daher dieoben mitgetheilte Definition mindestens ungleich besser.

Die physischen Kräfte, welche die vielfachsten und man-nigfaltigsten Bewegungen erzeugen, werden in den Encyklopä-dien meistens alphabetisch geordnet vorgetragen. Indem aberhierbei viele Wiederholungen unvermeidlich sind, eins klareUebersicht des Ganzen dadurch aber mehr erschwert als erleich-tert wird, so scheint es mir am zweckmäßigsten zu seyn, diewichtigsten Untersuchungen der verschiedenen Kräfte, von demAllgemeineren zum Speciellen übergehend, auf einander folgenzu lassen.

1) Eine wichtige naturphilosophische Erörterung betrifftzunächst die Frage, ob es selbstständige, für sich bestehende,physische Kräfte geben könne oder ob jede Kraft an irgend eingröberes materielles oder ein ätherisches Vehikel gebunden seynmüsse. Nach der Ansicht einiger deutschen Naturphilosophen

1 Vergl. Art. Naturlehre.