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[Fünfter Band. H - K.]
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Kraft.

der neueren Zeit sollte die selbstständige Exsistenz von Kräftennicht blofs möglich seyn , sondern alle Materie sogar aus zweiKräften, der Dehnkraft und Ziehkraft, bestehen und unter Vor-aussetzung einer Tneilbarkeit ins Unendliche wieder in diesezuriickkehren könneu, wonach dann allerdings diese beidenKräfte selbstständiger seyn miifsten, als alle Materie. Alleindiese sogenannte dynamische Theorie ist, oder war vielmehr,eigentlicher ein Spiel der Phantasie, als eine ächt wissenschaft-liche Bestimmung, und es lohnet sich daher kaum der Mühe,auf eine ernstliche Widerlegung derselben einzugehen. Fast aufgleiche Weise gehaltlos sind die Hypothesen derjenigen, welchedie unwägbaren Potenzen (Inponderabilien , Incoercibilien) alsblofse Kräfte oder Thätigkeiten betrachteten oder ihr eigentli-ches Wesen durch die Einführung eines solchen Namens erklärtzu haben wähnten. Ueberhaupt wurden solche Namen ohnescharfe Bestimmung der Begriffe mit einer gewissen Leichtfertig-keit aufgestellt und eine oberflächliche Anwendung derselbensollte den Abgang einer eigentlichen Erklärung der Sache er-setzen. So war unter andern gar nicht bestimmt, ob diese so-genannten Kräfte ( Thätigkeiten) für sich oder nur in ihren Wir-kungen wahrnehmbar wären, ob ihre Exsistenz als eine selbst-ständige und an irgend einem gewissen Orte fortdauernde zubetrachten sey oder ob sie zugleich mit ihrer Aeufserung auf-hörten, demnächst aber wieder entständen, und Letzteres dannentweder durch sich selbst oder durch irgend ein anderes höheresschaffendes Princip. Die unwissenschaftliche Oberflächlichkeitbei der Aufstellung solcher Theorien wird augenfällig, sobaldman nur die ausgesprochenen Sätze im Einzelnen prüft. Wirdalso namentlich die Elektricität eine blofse Kraft oder Thätigkeitgenannt, so fragt sich, wenn z. B. ein geladener Conductordurch einen abgegebenen Funken in seinen ursprünglichen Zu-stand zurücktritt, ob dieser Funke, welcher doch eigentlicheElektricität, also Kraft oder Thätigkeit ist, eine leuchtende odereine mechanisch wirkende oder eine aus beiden zusammen^e-

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setzte Kraft sey, ob beide Aeufserungen als nothwendig ver-bunden und im Wesen derselben Kraft gegründet oder nur zu-fällig vereinigterscheinen, oder ob die ihrem Wesen nach nurleuchtende Kraft eine zweite mechanisch wirkende als hinzuge-kommen besitzt, wo dieselbe und in welchem Zustande sie nachihrer Vereinigung mit der Erde bleibt, ob sie als dauernde Kraft