Mechanische. Muskelkraft.
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300 ff. Gewicht erforderten. Ich seihst kannte einen Mann, wel-cher am kleinen Finder der rechten Hand mit ausjjesfrecktemArme einen Centner vom Stuhle auf den Tisch hob, und diesesausgezeichnete Beispiel ist noch keineswegs das stärkste, schonnach-dem zu urtheilen , was glaubhafte Erzählungen angeben;eben so sah ich, dafs der oben erwähnte Hercules, welcher die2000 ff. hob, mit seiner rechten Hand eine lothrechte, hinläng-lich befestigte Eisenstange umfafste und mit ausgestrecktem Armeseinen ganzen Körper etwa 5 Secunden in horizontaler Lagefreischwebend erhielt. Es wäre wünschenswerth, vermittelstgenauer Dynamometer 1 sichere Bestimmungen der Muskelkraftaufzulinden.
Die ungeheure Kraft, welche die Natur den Muskeln gege-ben hat, wird noch auffallender, wenn man berücksichtigt, dafsdieKn.oclien als Hebel bewegt werden, wobei die zu wältigendeLast sich am längeren Hebelarme befindet. Plierüber hat insbe-sondere Borelli 1 2 3 4 sehr gehaltreiche Untersuchungen angestellt,welchem alle übrigen Schriftsteller seitdem gefolgt sind und wo-von ich hier nur Einiges mittheile. Ist nach Musschenbroek jder ausgestreckte Arm AEH eines Menschen an den Fingern bei 207.H mit einer Last von 20 ff. = P beschwert und wird sein Ru-hepunct in der Achsel bei C angenommen, so ist die Richtung desMuskels, welcher den Arm ausgestreckt hält ^deltoiden), — EDFund der Abstand der Kraft oder das Perpendikel aus C auf dieseRichtung ist = CD, der Abstand der Last dagegen ist = CH.MusscheiYüroek. setzt im Mittel CD : CH = 3 : 100 oder1:33,33...., wonach das Moment der Last P = 20 X 33,33...
= 60ß wird und der Muskel also diese Kraft äufsern mufs, umnur 20 ff. zu heben, so dafs also in dem oben angegebenen Bei-spiele für 100 ff. Last eine Kraft von 3333 ff. erforderlich war.Genauer betrachtet Borelli 4 den Arm als eine Zusammensez-zuna mehrerer Hebel und berechnet die Kräfte aller bei seinerAusstreckung mitwirkenden Muskeln, selbst derer in den Fin-